Erfolg nach Greenpeace-Initiative „Österreichs 9 Betonschätze“: Bagger rollen am Salzburger Mozartplatz an
Platz wird teilweise entsiegelt und begrünt - Greenpeace übergibt “Goldenen Presslufthammer” als Zeichen für Veränderung an Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl
Salzburg – Nachdem bei der Greenpeace-Erfolgskampagne „Österreichs 9 Betonschätze“ im vergangenen Jahr der Mozartplatz in Salzburg als einer der Plätze nominiert wurde, der dringend grüner werden muss, macht die Salzburger Stadtregierung jetzt Nägel mit Köpfen: Der Mozartplatz wird teilweise entsiegelt und begrünt. Greenpeace begrüßt diese Initiative und überreicht der Stadtregierung anlässlich dazu den Preis der letztjährigen Kampagne, einen Goldenen Presslufthammer, als Zeichen der Veränderung. Greenpeace fordert Stadtregierungen in ganz Österreich auf, diesem Beispiel zu folgen, ihre Zentren zu entsiegeln und mehr Platz für Mensch und Natur zu schaffen.
Melanie Ebner, Expertin für Bodenschutz bei Greenpeace Österreich, erklärt dazu: „Mit etwas Mut zur Veränderung können wir unsere Städte in echte Wohlfühlorte verwandeln: Bäume, Sträucher und Wildblumen helfen nicht nur tierischen Stadtbewohnern, sondern bringen auch Abkühlung, ein besseres Klima und saubere Luft für uns Menschen. Wo Menschen sich mehr “Grün” wünschen, müssen Städte und Gemeinden Beton aufbrechen und mehr Platz für Natur schaffen.“
Der Mozartplatz in Salzburg wird durch Bäume und Stauden-Blühbeete begrünt und ökologisch aufgewertet. Diese funktionieren als wertvolle urbane “Trittsteinbiotope”: Sie dienen Vögeln und Insekten als dringend benötigte Zwischenstation und Rastplatz im dicht bebauten Stadtgebiet. Zudem werden der Asphalt und Beton durch helle Pflastersteine ersetzt. Diese heizen sich in den Sommermonaten weniger auf und beugen so Hitzeinseln vor.
Besonders in Innenstädten und historischen Altstädten wird von politischer Seite oft behauptet, dass tiefgreifende Begrünungsmaßnahmen nicht möglich seien. Salzburg beweist nun das Gegenteil. Wenn der politische Wille da ist, ist es möglich, auch in historischen Zentren Platz für mehr Grün zu schaffen. Das nützt nicht nur der Artenvielfalt, sondern verbessert auch die Aufenthaltsqualität. Kühlender Schatten von Bäumen schützt Menschen vor der zunehmenden Hitze und schafft eine angenehmere Atmosphäre.
Ebner: „Tausende Menschen haben im Vorjahr bei der Greenpeace-Initiative ‚Österreichs 9 Betonschätze‘ über jene Plätze abgestimmt, die am dringendsten begrünt werden müssen. Die Stadt Salzburg kommt dem Wunsch der Bevölkerung nun nach und setzt damit ein wunderbares Zeichen. Stadtregierungen sollten diesem Salzburger Vorbild folgen!“
Im Zuge der Greenpeace-Initiative “Österreichs 9 Betonschätze” wurde 2025 ein Sieger für jedes Bundesland gekürt. Im Burgenland, Niederösterreich und Salzburg wurde der Preis bereits persönlich überbracht. In Kärnten, Vorarlberg, Oberösterreich, Wien, Steiermark und Tirol wurde die Greenpeace-Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit feierlicher Übergabe des “Goldenen Presslufthammers” bis heute nicht genutzt.
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