Jetzt die Zukunft der Ukraine mitgestalten!
Der Krieg von Russland in der Ukraine hat schwerwiegende Auswirkungen auf das Land. In erster Linie bedeutet er unermessliches Leid für die Bevölkerung. Zugleich betrifft die Zerstörung auch die Wirtschaft, das Zusammenleben und die Umwelt. Straßen, Schulen und Krankenhäuser wurden stark beschädigt oder zerstört. Wir müssen dringend die beschädigte Infrastruktur reparieren, den wirtschaftlichen Aufschwung fördern und die sozialen Folgen abmildern.
Genau deshalb hat Greenpeace den mutigen Entschluss gefasst und 2024 ein eigenes Büro in der Ukraine eröffnet. Unser Team vor Ort arbeitet eng mit engagierten Menschen aus der Bevölkerung, Partnerorganisationen und politischen Entscheider:innen zusammen, damit der grüne Wiederaufbau der Ukraine gelingt. Diesen wichtigen Einsatz können Sie unterstützen.
Die politischen und infrastrukturellen Entscheidungen, die nach dem Krieg getroffen werden, bestimmen die Zukunft der Ukraine in den nächsten 10 bis 20 Jahren.
Bernhard Obermayr,
Geschäftsführer von Greenpeace Österreich
Nachhaltige Frauenpower
Um die nachhaltige Stromversorgung der Ukraine in den Jahren nach dem Krieg sicherzustellen, ist ein flächendeckender Ausbau von Wind-, Wasser- und Solaranlagen unerlässlich. Leider sind technische Berufe auch hier nach wie vor männlich dominiert. Viele der potenziell infrage kommenden Fachkräfte wurden verletzt, sind im Krieg gefallen oder befinden sich an der Front, um ihr Land gegen den russischen Angriff zu verteidigen.
Deshalb haben Greenpeace und Women in Tech Ukraine eine Initiative gestartet, um Frauen zu Solarinstallateurinnen auszubilden. Gegen das Gefühl von Ohnmacht und Mutlosigkeit, für den nachhaltigen Wiederaufbau ihres Heimatlandes. Die kostenlosen Kurse kombinieren technische Theorie mit praktischer Schulung. Die Teilnehmerinnen erhalten professionelle Zertifikate, die sie für Jobs bei führenden Energieunternehmen qualifizieren – und ihnen die Chance geben, den Wiederaufbau aktiv zu gestalten.
Grüne Energie für Kinder
Schon im Frühjahr 2023 hat Greenpeace in der Nähe von Kiew, in der Kleinstadt Horenka, ein Krankenhaus wieder aufgebaut, nachdem es durch die russischen Truppen beschädigt worden war. Davon inspiriert, hat uns die Militärverwaltung von Hostomel gebeten, Solaranlagen im kriegsbeschädigten Kindergarten „Kazka“ zu installieren. Geborgenheit, Verlässlichkeit und Sicherheit sind für Kinder unverzichtbar – in der Ukraine aber keine Selbstverständlichkeit. Deshalb hat sich Greenpeace auch diesem Projekt angenommen.
„Das ist der einzige Kindergarten in Hostomel, der auch Kinder aus Horenka aufnimmt“, sagt Polina Kolodyazhna, Senior Campaignerin bei Greenpeace. „Hier lernen 84 Kinder, darunter auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Wir wollten helfen, den Kindergarten energieunabhängiger zu machen, damit er trotz Stromausfällen weiterarbeiten kann.“
Atomkraft? Nein danke!
Wie wichtig unser Einsatz für erneuerbare Energien ist, zeigt sich auch an der akuten Bedrohung durch Atomreaktoren in der Ukraine. In Saporischschja wurde erstmals ein AKW militärisch besetzt, in Tschernobyl die Schutzhülle beschädigt und die Energiezufuhr anderer Reaktoren mehrfach unterbrochen. Dieses Risiko betrifft nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa.
Greenpeace absolvierte mehrere Missionen in der Sperrzone von Tschernobyl. Das Team führte unabhängige Strahlungsmessungen durch, dokumentierte die Folgen der Besatzung und testete neue Methoden zur Erforschung der langfristigen Auswirkungen. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse für die Sicherheit vor Ort und helfen dabei, die Gefahren besser einzuschätzen.
Gleichzeitig leisten wir Überzeugungsarbeit bei Entscheider:innen und der Öffentlichkeit. Hier schließt sich der Kreis zu unserer konkreten Aufbauarbeit: Der grüne Wiederaufbau ist auch eine Strategie, um Atomenergie zu verhindern.
Ökosysteme im Fokus
Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine leidet auch die Natur. Durch Bomben wurden zahlreiche Ökosysteme zerstört, Wälder wurden als Kampfplatz genutzt oder in Brand geraten. Greenpeace hat bereits über 900 kriegsbedingte Umweltschäden dokumentiert. Die Wiederherstellung der Natur durch Wiederaufforstungen, die Renaturierung von Feuchtgebieten und Säuberungsaktionen ist jetzt dringend notwendig.
Durch die Sprengung des Kachowka-Staudamms am 6. Juni 2023 wurden Raffinerien, Tankstellen und Kraftwerke überflutet. So konnten Chemikalien, Öl und Benzin ins Wasser gelangen und das Schwarze Meer sowie Küstengebiete verschmutzen. Ohne Sanierung sind diese Gebiete nicht mehr für Nahrungsmittel oder Trinkwasser nutzbar. Das hat auch verheerende Auswirkungen auf die Tiere und Pflanzen. Greenpeace möchte die völlig zerstörten Ufergebiete kartieren und die Schäden dokumentieren, damit diese rasch renaturiert werden können.
Greenpeace Präsenz vor Ort
Greenpeace arbeitet bereits seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 gemeinsam mit lokalen Organisationen und Verbündeten vor Ort zusammen. 2024 haben wir unser Büro in Kiew als weiteren Greenpeace Standort offiziell eröffnet. Das fast ausschließlich weibliche Team ist angesichts der Kriegssituation tagtäglich mit außergewöhnlichen Herausforderungen konfrontiert. Mit dem neuen Büro wollen wir die grünen Wiederaufbauprojekte in der Ukraine beschleunigen und Umweltverbrechen infolge der russischen Invasion untersuchen und dokumentieren. Dabei ist es wichtig, die Bevölkerung mit einzubeziehen und wieder zusammenzubringen. Umweltschutz und menschliche Existenzen zu vereinen ist eine ganz besondere Rolle für Greenpeace, die uns von anderen Organisationen unterscheidet.
Unser Ziel ist es, den gesamten Diskurs zum grünen Wiederaufbau zu lenken. Der Wiederaufbau der Ukraine muss zu einem starken, gemeinsamen Unterfangen Europas werden.
Die nächste Generation der Umweltbewegung
Für den Wiederaufbau spielen die kommenden Generationen eine entscheidende Rolle. Sie tragen Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft ihres Landes. Die Förderung junger, klimabewusster Menschen war schon immer ein zentraler Hebel unserer Arbeit.
Genau deshalb intensivieren wir unsere Jugendarbeit in der Ukraine. Der Aufbau unseres Jugendzentrums in Kiew war ein wichtiger Meilenstein: Hier werden Eigeninitiative und Selbstwirksamkeit gefördert sowie Wissen zu Klima, Umwelt und Gesellschaft vermittelt. Junge Menschen, Aktivist:innen und lokale Initiativen entwickeln Projekte, nehmen an Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden teil und handeln gemeinsam für das Wohl des Planeten. Zugleich ist das Zentrum ein sicherer Zufluchtsort für junge Ukrainer:innen, die innerhalb des Landes vor dem Krieg geflüchtet sind und sich nach Normalität und sozialem Austausch sehnen.
So können Sie unseren Einsatz in der Ukraine konkret unterstützen:
Ihre Spende macht den Unterschied!
„Ihre Spende kann dem ukrainischen Greenpeace-Team Aufwind geben, um weiterführende, nachhaltige Projekte ins Leben zu rufen. Die Ukraine hat die historische Chance, den Weg zu einer klimafreundlichen, unabhängigen Energieversorgung zu gehen. Seien Sie ein Teil davon und unterstützen Sie jetzt! Kontaktieren Sie mich gleich für ein persönliches Gespräch.“
Katharina Sowa
Fundraising Managerin
Groß- und Projektspenden
Greenpeace
+43 664 192 55 74
katharina.sowa@greenpeace.org