Der Amazonas-Regenwald und seine Tiere
Bedrohung eines kostbaren Lebensraumes
Der Amazonas-Regenwald ist der weltweit größte tropische Regenwald und eines der artenreichsten Naturgebiete der Erde. Scheue Raubkatzen, die Ozelots, verstecken sich in seinem Unterholz, putzige Affen schwingen geschickt von Ast zu Ast und Heerscharen bunter Tropenvögel trällern in seinen Baumwipfeln. Und der Regenwald ist nicht nur die Heimat vieler einzigartiger Tiere und Pflanzen, sondern auch für unser gesamtes Weltklima von Bedeutung.
Doch der wertvolle Wald rast auf den Kollaps zu: Abholzungen, Waldbrände, Profitinteressen und Gier drohen eines der größten Naturwunder unserer Erde unwiederbringlich zu zerstören. Das dürfen wir nicht zulassen! Deshalb kämpfen wir täglich mit aller Kraft dafür, den Amazonas-Regenwald und seine wunderbaren Tiere zu schützen!
Die wichtigsten Fakten zum Amazonas-Regenwald
- Der Amazonas-Regenwald erstreckt sich über neun Länder Südamerikas: Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Suriname und Französisch-Guayana. Der größte Teil des Waldes befindet sich in Brasilien (60 %).
- Der Amazonas-Regenwald ist eines der artenreichsten Gebiete der Erde: 10 % aller weltweit bekannten Tier- und Pflanzenarten finden hier eine Heimat. Viele weitere kennen wir noch gar nicht!
- Der Wald speichert rund 123 Milliarden Tonnen Kohlenstoff und ist deshalb einer unserer wichtigsten Verbündeten gegen die Klimakrise.
- Jedes vierte heute verwendete Medikament enthält Wirkstoffe aus Pflanzen, die ursprünglich aus dem Amazonas-Regenwald stammen.
- 17 % des Regenwaldes sind bereits vollständig zerstört. Brandrodungen und andere Formen von Abholzung treiben den Wald auf den Kipppunkt zu, ab dem er sich nicht mehr selbst regenerieren kann.
Die Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes: Mehr als nur ein Wald
Der Regenwald liegt im Amazonasbecken, das auch als „Amazonien“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um das Einzugsgebiet des Amazonas-Flusses mit all seinen Neben- und Zuflüssen. Der Regenwald bedeckt mit einer Fläche von sechs Millionen Quadratkilometern fast das ganze Gebiet. Ohne das verzweigte Flusssystem gäbe es den Amazonas-Regenwald nicht. Wasser und Wald bilden eine natürliche Einheit – sie stützen und erhalten einander.
Hotspot für Biodiversität
Der Amazonas-Regenwald beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Als Hotspot für Biodiversität leben hier 10 % aller bekannten Tier- und Pflanzenarten weltweit, darunter majestätische Jaguare, farbenfrohe Aras, seltene rosafarbene Flussdelfine und beeindruckende Shihuahuaco-Bäume. Auf einem einzigen Hektar Wald können über 300 verschiedene Baumarten vorkommen. Man geht sogar davon aus, dass viele Pflanzen und ihr Nutzen für die Medizin noch unentdeckt im Dickicht schlummern.
Der Grund für die große Artenvielfalt ist, dass es im Amazonasboden nur eine sehr dünne Humusschicht gibt. Während bei uns viele Nährstoffe im Boden gespeichert werden und von Insekten, Pilzen und Mikroorganismen langsam zu fruchtbarem Humus zersetzt werden, zirkulieren die Nährstoffe im Amazonas-Regenwald in den Baumkronen. Was auf den Boden fällt, wird durch die ganzjährig hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit extrem schnell zersetzt. Darum herrscht eine große Konkurrenz um die Nährstoffe, weshalb sich Tiere und Pflanzen stark spezialisiert haben.
Unser grüner Schutzschild gegen die Klimakrise
Der Amazonas-Regenwald erzeugt durch seine dichte Vegetation enorme Mengen Wasserdampf. Über die Blätter der Bäume verdunstet Wasser, das dann als feuchte Luftmassen – die sogenannten „fliegenden Flüsse“ – über Südamerika hinwegzieht. Diese Luftströme sorgen über die Grenzen Amazoniens hinaus für Regen und beeinflussen das Klima in ganz Südamerika. Der Amazonas erzeugt also seinen eigenen Regen – nicht umsonst heißt er Regenwald.
Indem die Pflanzen einen Großteil der Sonneneinstrahlung abfangen und zur Verdunstung von Wasser nutzen, kann sich der Boden nicht so stark aufheizen. Das trägt zur Abkühlung bei – der Regenwald ist gewissermaßen eine natürliche Klimaanlage. Schreitet seine Zerstörung voran, fällt auch dieser Kühlungseffekt weg.
Außerdem nehmen die teils jahrhundertealten Bäume im Amazonas-Regenwald durch Photosynthese Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und speichern es. Dadurch gelangt das klimaschädliche CO2 nicht zurück in die Atmosphäre. So bremst der Regenwald die Erderwärmung. Wird der Wald jedoch zerstört, werden die Treibhausgase freigesetzt. Die CO₂-Bilanz des Amazonas hat also Einfluss auf das Klima auf der ganzen Erde.
Wächter:innen des Regenwaldes: Indigene in Amazonien
In Amazonien leben außerdem drei Millionen Indigene – viele davon in traditionellen Gemeinschaften mit eigenen Sprachen, Bräuchen und einer Lebensweise, die eng mit der Natur verbunden ist. Die indigenen Menschen gelten als Wächter:innen des Regenwaldes. Studien belegen, dass die Abholzung dort geringer ist, wo sie Landrechte besitzen.
Trotz seiner enormen Artenvielfalt und seines Einflusses auf das Klima verliert der Amazonas-Regenwald jährlich riesige Flächen und seine Bewohnerinnen und Bewohner ihr Zuhause. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, wie und warum dieser einzigartige Lebensraum zerstört wird – und was das für uns alle bedeutet.
Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes: Abholzung & Waldbrände
Der Amazonas-Regenwald ist ein mächtiger Klimaschützer: Er speichert rund 123 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Aber: In zerstörten Gebieten kann kein CO₂ mehr aufgenommen werden. Durch Waldbrände wird obendrein das bereits gespeicherte Kohlenstoffdioxid wieder freigesetzt – so wird der Klimaschützer zur CO₂-Quelle.
Die größte Bedrohung für den Regenwald stellen Abholzung und Waldbrände dar. Die Gier nach Land, Rohstoffen und Profiten hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Rodungen reißen klaffende Wunden in den Wald – Straßen werden tief ins Innere gebaut und ganze Sägewerke entstehen direkt im Regenwald. Bereits 17 % des Amazonas-Regenwaldes sind vollständig zerstört, weitere 38 % gelten als unterschiedlich stark geschädigt. Bedrohte Tiere wie der verspielte Amazonasdelfin, der scheue Baumozelot und der geschickte Ameisenbär werden immer weiter zurückgedrängt.
Ein Großteil der abgeholzten Flächen wird in Weideland für Rinder umgewandelt – etwa 75 % im brasilianischen Teil des Amazonas. Hinzu kommen Palmöl-Plantagen und der Anbau von Soja, das vor allem als Tierfutter exportiert wird. In Österreich landen jährlich mehrere Hunderttausend Tonnen davon in der Massentierhaltung.
Auch der Handel mit Tropenholz trägt zur Entwaldung bei – häufig unter falschen Herkunftsangaben oder mit gefälschten Zertifikaten. So landen Möbel, Parkett oder Grillkohle aus dem Amazonas illegal in europäischen Haushalten.
Im Zuge der Rodungen kommt es häufig zu massiven Menschenrechtsverletzungen gegenüber der indigenen Bevölkerung – ganze Gemeinschaften werden gewaltsam vertrieben.
Zusätzlich bedroht der illegale Goldabbau die Umwelt und damit die Lebensgrundlage indigener Gemeinschaften. Rodungen, mit Quecksilber verseuchtes Wasser und Krankheiten sind direkte Folgen dieses rücksichtslosen Abbaus von Bodenschätzen. Zwischen 2018 und 2022 stieg der illegale Goldabbau in indigenen Gebieten Brasiliens um 265 %.
Zur Zerstörung des Regenwaldes tragen außerdem Waldbrände bei. Diese werden absichtlich gelegt, um Flächen für Viehweiden und Sojaplantagen freizumachen. Allein im Jahr 2024 verbrannten 6,8 Millionen Hektar Wald – eine Fläche, die doppelt so groß ist wie Belgien. Das durch das Feuer freigesetzte CO2 gefährdet die Gesundheit der lokalen Bevölkerung und hat Auswirkungen auf das globale Klima.
Der aktuelle brasilianische Präsident Lula da Silva hat zwar versprochen, die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen, doch der Kampf um den Amazonas ist noch lange nicht gewonnen: Illegale Rodungen und der wirtschaftliche Druck setzen dem Regenwald weiterhin massiv zu.
Durch das geplante EU-Mercosur-Handelsabkommen wird das Problem weiter angeheizt. Das Abkommen würde den Handel mit Fleisch, Soja und Zuckerrohr sowie Fahrzeugen zwischen Südamerika und der EU erleichtern und damit die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes vorantreiben. Profitieren würden davon vor allem Europas Industrie und südamerikanische Agrarkonzerne – auf Kosten von Umwelt und Menschenrechten.
Deshalb braucht es jetzt konsequente Maßnahmen auf internationaler Ebene. Greenpeace fordert starke Waldschutzgesetze, echte Verantwortung in den Lieferketten und gezielte internationale Unterstützung. Denn die Zeit drängt – der Amazonas nähert sich dem Kipppunkt, ab dem er sich nicht mehr selbst regenerieren kann.
Die Tiere im Amazonas-Regenwald kämpfen ums Überleben
Sie können nicht protestieren, keine Petitionen unterschreiben und nicht entkommen, wenn Bulldozer anrollen. Die Tiere des Amazonas-Regenwaldes sind den Eingriffen des Menschen schutzlos ausgeliefert. Mit jeder abgeholzten Fläche für Rinderfarmen, Futtermittel-Plantagen und illegale Goldminen verschwindet ein Stück ihres Lebensraums.
Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume, Verschmutzung und die Unterbrechung von Nahrungsketten ist das Überleben vieler Tiere massiv bedroht. Das ist umso dramatischer, als der Amazonas-Regenwald zu den artenreichsten Regionen der Erde zählt.
Eine der bedrohten Tierarten im Regenwald ist der Amazonasdelfin, der mit seiner rosafarbenen Haut fast wie ein Fabelwesen wirkt. Für viele indigene Völker ist er tatsächlich ein magisches Tier. So besagen Überlieferungen, dass ertrunkene Menschen als Amazonasdelfine wiedergeboren werden. In der Realität ist die Art stark gefährdet – durch Fischerei, einen Anstieg der Wassertemperatur als Folge der globalen Erwärmung, Staudämme und Quecksilber in den Flüssen.
Auch der wunderschöne Hyazinthara mit seinem leuchtend blauen Gefieder gehört zu den bedrohten Arten. Er ist der größte flugfähige Papagei der Welt und knackt mit seinem kräftigen Schnabel jede noch so harte Nuss. Er ist vor allem durch illegalen Wildfang, Brandrodung und die Ausbreitung menschlicher Siedlungen bedroht.
Der Amazonas-Regenwald ist kein isolierter Lebensraum, sondern ein lebendiges Netzwerk mit einem komplexen Zusammenspiel vieler verschiedener Arten. Wird dieses gestört, kann das gesamte System zusammenbrechen. So übernimmt zum Beispiel der Rotflossen-Antennenwels eine wichtige ökologische Aufgabe. Er isst am liebsten die Früchte von bestimmten Lianen, deren Kerne er später an einer anderen Stelle ausspuckt. So trägt der Fisch zur Verbreitung von Pflanzensamen und einem intakten Regenwald bei.
Doch der Verlust der Biodiversität betrifft nicht nur spektakuläre Tierarten, sondern auch unzählige noch unbekannte Spezies, deren Rolle im Ökosystem bisher kaum erforscht ist. Erst 2014 wurde im brasilianischen Regenwald zum Beispiel der Feuerschwänzige Springaffe entdeckt.
Jedes Tier, das verschwindet, hinterlässt eine Lücke im Ökosystem. Wenn wir die Artenvielfalt im Amazonas verlieren, verlieren wir nicht nur faszinierende Tiere und Pflanzen – wir verlieren die Grundlagen eines Ökosystems, das auch für uns Menschen lebenswichtig ist.
Der Kipppunkt droht: Was passiert, wenn wir nichts tun?
17 % des Regenwaldes sind schon verloren – wir bewegen uns also in rasendem Tempo auf den Kollaps zu. Denn Wissenschaftler:innen warnen: Verlieren wir 20–25 % des Amazonas-Regenwaldes, könnte das gesamte Ökosystem kollabieren. Der Kipppunkt beschreibt den Moment, an dem der Regenwald so stark geschädigt ist, dass er sich nicht mehr selbst regenerieren kann – selbst dann nicht, wenn keine weiteren Eingriffe mehr stattfinden. Denn der Kipppunkt ist wie eine umgestoßene Kaffeetasse: Ist sie einmal umgefallen, kann man sie nicht einfach wieder zurückstellen.
Das passiert, wenn der Regenwald sein eigenes feuchtes Mikroklima nicht mehr aufrechterhalten kann. Der Amazonas produziert einen Großteil seines Regens selbst. Wenn jedoch zu viele Bäume fehlen, entsteht zu wenig Wasserdampf und der Wald trocknet aus. Dann kommt es zu einem Teufelskreis: Es regnet seltener, was zu mehr Trockenheit führt. Durch die Trockenheit entstehen leichter Brände. Durch die Brände geht die Waldfläche weiter zurück. Und so weiter …
Ist der Kipppunkt erreicht, werden Teile des Regenwaldes trockener und können sich nicht mehr selbstständig regenerieren. Das wird dramatische Auswirkungen auf das Klima und die Tiere haben, die den neuen Bedingungen nicht angepasst sind. Die Folgen wären auch global spürbar: Die Temperaturen würden steigen und Extremwetterereignisse wie Dürren, Starkregen oder Hitzewellen zunehmen.
Wir stehen kurz davor, das Zuhause einzigartiger Tiere und einen wichtigen Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise für immer zu verlieren. Deshalb setzt sich Greenpeace täglich für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes ein!
So kämpft Greenpeace gegen die Zerstörung des Regenwaldes
Greenpeace tritt der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes entschieden entgegen – mit Kampagnen, Aktionen, Studien und klaren Forderungen. Gemeinsam mit lokalen Unterstützer:innen vor Ort und in enger Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften setzen wir uns für den Schutz des Regenwaldes ein:
- Mit Satellitenbildern und Drohnen spüren wir illegale Rodungen auf und melden sie den Behörden.
- Wir stellen uns zerstörerischen Bauprojekten im Regenwald entgegen. Gemeinsam mit anderen Organisationen konnte Greenpeace den Bau eines umstrittenen Staudamms im Herzen des Amazonas verhindern, der den Lebensraum Hunderter Tier- und Pflanzenarten vernichtet hätte.
- Monate- und sogar jahrelange Recherchen der Greenpeace-Expert:innen bilden die Grundlage für umfangreiche Studien zur lückenlosen Aufklärung von Umweltverbrechen im Amazonas-Regenwald. Die Studie „Süße Versprechen, bittere Realität“ zum Beispiel deckt auf, dass Milka zur Zerstörung des Regenwaldes beiträgt.
- Durch kraftvolle Bilder und gezielte Öffentlichkeitsarbeit bringen wir die Wahrheit über Umweltverbrechen ans Licht – mit Tausenden Unterstützer:innen auf der ganzen Welt.
- Wo versteckt sich Greenwashing hinter scheinbar nachhaltigen Labels? Wir führen regelmäßige Marktchecks durch und entlarven fragwürdige Nachhaltigkeitszertifikate.
- Greenpeace unterstützt indigene Menschen mit Ressourcen, Medienkampagnen und internationalem Druck beim Kampf gegen Landraub, Gewalt und Vertreibung. Ziel ist die direkte Finanzierung indigener Projekte und Initiativen. Denn nur wenn wir die Rechte und Stimmen derer stärken, die seit jeher im und mit dem Wald leben, kann der Schutz des Amazonas-Regenwaldes gelingen.
Gemeinsam für den Amazonas-Regenwald
Wir lassen nicht locker – und wir sind viele. Natürlich braucht es politische Maßnahmen, um den Regenwald langfristig zu schützen – doch auch im Alltag können wir alle Zeichen setzen. Denn viele Produkte, die in Europa verkauft werden, stehen in direkter Verbindung mit der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Mit bewussten Konsumentscheidungen helfen Sie, den Druck auf Regenwälder zu verringern:
- Kein illegales Tropenholz kaufen
- Langlebige Elektrogeräte nutzen
- Achtsam beim Kauf von Grillkohle sein
- Österreichische Bio-Landwirtschaft unterstützen
- Fair einkaufen – mit vertrauenswürdigen Gütesiegeln
Mehr Tipps finden Sie hier: 7 Tipps zum Schutz der Regenwälder
Obwohl individuelles Engagement viel bewirken kann, braucht es klare Gesetze und politischen Druck. Wir fordern einen Stopp des EU-Mercosur-Handelsabkommens, eine rasche und effektive Umsetzung des EU-Waldschutz- und Lieferkettengesetzes sowie ein verbindliches UN-Artenschutzabkommen.
Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition zum Schutz des Regenwaldes! Der Amazonas braucht uns – und wir brauchen ihn.
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Der größte Regenwald unseres Planeten wird in rasendem Tempo für Rinderfarmen, Gold und Tropenholz zerstört. Einzigartige Tiere wie Jaguare, Faultiere und rosa Flussdelfine werden vertrieben. Bitte helfen Sie mit, den Amazonas mitsamt seiner wundervollen Tiere und Pflanzen zu retten!
Petition unterzeichnenDer Amazonas-Regenwald ist etwa sechs Millionen Quadratkilometer groß. Doch der wertvolle Wald schrumpft täglich – und zwar in rasendem Tempo. Große Teile werden für Weideflächen, Futtermittel-Plantagen oder Goldminen abgefackelt und abgeholzt. Allein zwischen 2019 und 2022 sind mehr als 45.000 km² Regenwald vernichtet worden – das ist mehr als die Fläche der Schweiz.
Der Amazonas-Regenwald ist der größte Regenwald der Welt. Er liegt im Amazonasbecken, dem Einzugsgebiet des Amazonas-Flusses.
Der Amazonas-Regenwald erstreckt sich über neun Länder Südamerikas: Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Venezuela, Kolumbien, Guyana, Französisch-Guayana und Suriname. Brasilien hat mit rund 60 Prozent den weitaus größten Anteil.
Der Amazonas-Regenwald ist eines der artenreichsten Gebiete der Welt. 40.000 verschiedene Arten von Pflanzen, 378 Reptilien-, 427 Säugetier- und 1.294 Vogelarten sowie 426 Arten von Amphibien und 3.000 verschiedene Fischarten leben hier. Darunter sind Jaguare, Faultiere, Papageien, Flussdelfine, Pfeilfrösche, Klammeraffen und viele mehr. Außerdem ist der Regenwald seit Jahrtausenden Heimat indigener Gemeinschaften. Sie leben im Wald, ohne ihn zu zerstören. Ganz im Gegenteil: Studien haben gezeigt, dass indigene Bewohner:innen sogar zum Wohlergehen des Waldes beitragen.
Der Amazonas speichert enorme Mengen CO₂ – etwa 123 Milliarden Tonnen – und verhindert damit, dass das klimaschädliche Treibhausgas in die Atmosphäre gelangt.
Der Regenwald gilt als Weltwunder der Natur, weil er zu den beeindruckendsten, vielfältigsten und ökologisch bedeutendsten Lebensräumen unseres Planeten zählt. Er beeinflusst das Wetter- und Klimageschehen weltweit.
17 % des Amazonas-Regenwaldes sind bereits vollständig zerstört, rund 38 % gelten als geschädigt. Verlieren wir 20–25 % des Amazonas-Regenwaldes, könnte das gesamte Ökosystem kollabieren – mit Auswirkungen auf das Weltklima und fatalen Folgen für die Regenwaldtiere.
Helfen Sie mit, den Amazonas-Regenwald zu retten – unterzeichnen Sie bitte unsere Petition!