Die größten Gefahren für Bienen
Insektizide, Monokulturen und Co im Überblick
Wildbienen und andere Bestäuber sorgen für ein Drittel der Lebensmittel auf unserem Teller. Sie sind für die Artenvielfalt und unsere Ernährungssicherheit unersetzlich! Leider sind die Tiere zahlreichen Bedrohungen durch Menschenhand ausgesetzt. Sie führen dazu, dass besonders Wildbienen immer seltener werden.
Einige der größten Bedrohungen:
Insektizide
Wie ihr Name verrät, handelt es sich um Chemikalien zur Abtötung von Insekten. In der Umwelt werden sie in großem Maßstab eingesetzt, hauptsächlich im Umfeld von Kulturflächen. Die beobachteten Wirkungen geringer Insektiziddosen auf Bienen sind vielfältig und unterschiedlich:
- Physiologische Wirkungen die auf verschiedenen Ebenen auftreten und beispielsweise als Entwicklungsrate (d. h. die bis zur vollen Entwicklung benötigte Zeit) oder als Missbildungsrate (d. h. in den Zellen innerhalb des Bienenstocks) gemessen wurden.
- Störungen des Sammelmusters von Honigbienen beispielsweise durch Auswirkungen auf Navigation und Lernverhalten
- Beeinträchtigung des Sammelverhaltens durch Bienen abschreckende und zurückweisende Wirkungen so wie Einschränkung der olfaktorischen Fähigkeiten.
- Auswirkungen neurotoxischer Pestizide auf die für Insekten äußerst wichtigen Lernprozesse (d. h. Wiedererkennen von Blüten und Nistplätzen, räumliche Orientierung), die für Bienenarten umfassend identifiziert und untersucht wurden.
Industrielle Landwirtschaft
Die Landwirtschaft wurde im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts zunehmend und rasch industrialisiert. Mehr Düngemittel und giftige Chemikalien kommen zum Einsatz, es werden immer mehr Monokulturen angebaut, und die Landwirtschaft hat sich auf zusätzliche Flächen ausgebreitet. All das hat zur Folge, dass die Landwirtschaft in ihrer derzeitigen Form außerordentlich schädlich auf die Umwelt wirkt. Die industrielle Landwirtschaft beeinträchtigt Bienen und andere Bestäuber auf verschiedene Weise, insbesondere jedoch durch folgende Faktoren:
Intensivierung der Landwirtschaft
Die Intensivierung der Landwirtschaft führt zum Verlust und zur Zerschneidung wertvoller natürlicher und naturnaher Lebensräume von Bestäubern, beispielsweise von Agroforstsystemen, Grünland, brachliegenden Feldern, Strauchland, Wäldern und Hecken. Es wird angenommen, dass dies die wichtigste Ursache für den Rückgang von Wildbestäubern ist und sich in geringerem Maße ebenfalls auf kommerziell gehaltene Honigbienen auswirkt.
Industrielle Monokulturen
Industrielle Monokulturen und der generell auf Äckern und in ihrer Umgebung herrschende Mangel an Pflanzenvielfalt begrenzen die den Bestäubern zugängliche Nahrungsmenge in räumlicher und zeitlicher Hinsicht.
Sowohl in Großbritannien als auch in den Niederlanden wurde ein gleichzeitiger Rückgang der Pflanzenvielfalt auf lokaler Ebene und der Bienen und anderer Bestäubern aufgezeigt (Biesmeijer et al., 2006), wobei dieses Phänomen wahrscheinlich noch viel weiter verbreitet ist.
Methoden
Durch Methoden wie Pflügen, Bewässerung und die Entfernung von Holzgewächsen werden Nistplätze von Bestäubern zerstört.
Einsatz von Herbiziden
Durch den großangelegten Einsatz von Herbiziden werden die Vielfalt und Abundanz von Wildpflanzen drastisch reduziert, was wiederum die Verfügbarkeit von Nahrung für Bienen zu einem beliebigen Zeitpunkt einschränkt. Die chemische Zerstörung von Lebensräumen durch massiven Herbizideinsatz kann insbesondere für die Ausbreitung von Bestäubern in landwirtschaftlichen Umgebungen langfristige Folgen haben.
Einsatz von Pestiziden
Der großflächige und allgegenwärtige Einsatz von Pestiziden, der in den derzeitigen chemieintensiven Agrarsystemen allgemein üblich ist, kann zu einer erhöhten Sterblichkeit und/oder einer veränderten Sammelfähigkeit bei Wild- und Honigbienen führen.
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In Österreich gibt es immer weniger Wildbienen, Hummeln und andere wichtige Bestäuber! Pestizide, Monokulturen, Schädlinge, Krankheiten und Klimakrise bedrohen sie.
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