Was du über Buckelwale wissen musst: 7 spannende Fakten
Buckelwale gehören zu den größten Lebewesen der Erde. Dabei sind sie keineswegs schwermütig! Die verspielten Giganten ernähren sich von den kleinsten Meerestieren – dem Krill –, kleinen Fischen und Aalen. Und wenn sie nicht fressen oder Pirouetten in der Luft drehen, füllen sie den Ozean mit ihrem melodischen Gesang.
1. Buckelwale: kurz vor knapp
Buckelwale sind ein Paradebeispiel für erfolgreichen Natur- und Umweltschutz. Durch die intensive Bejagung wurden sie fast ausgelöscht. Erst durch das IUCN-Walfangverbot von 1963 konnten sich die Bestände langsam, aber sicher erholen.
Ihren Artgenossen geht es leider nicht so gut – Finnwale werden immer noch gejagt. Hilf uns, die brutale Jagd zu stoppen!
Zur PetitionIn Frieden leben können auch Buckelwale vielerorts nicht: Sie verletzen sich an Schiffsschrauben, enden qualvoll als Beifang in Fischernetzen und leiden an der Meeresverschmutzung, der Klimakrise und der zunehmenden Lärmbelastung in den Ozeanen durch die Schallkanonen der Erdölindustrie.
2. Wenn Buckelwale singen
Grunzen, brummen, gurren, pfeifen, quietschen: Buckelwale sind bekannt für ihren melodischen Gesang. Die Tiere einer Gruppe singen dabei immer wieder den gleichen Hit, der sich durch die singenden Genossen im Laufe der Zeit verändert. Die Männchen halten sogar im Chor Rekorde, wenn sie während der Paarungszeit 24 Stunden lang um die Gunst ihrer Partnerinnen singen.
Diese Laute werden mit einem einzigartigen Mechanismus erzeugt, bei dem Luft gegen einen Fettpolster im Kehlkopf gedrückt wird, der zu vibrieren beginnt. Diese tiefen Frequenzen, die sich besonders gut im Wasser ausbreiten, sind entscheidend für die Kommunikation über weite Entfernungen, werden jedoch zunehmend durch Schiffslärm oder die ultralauten Schallkanonen der Erdölindustrie gestört.
3. Buckelwal: Größe und Alter
Die wundervollen Säuger können bis zu 13 Meter lang werden und ein Körpergewicht von etwa 30 Tonnen erreichen – das entspricht dem Gewicht von fünf erwachsenen Elefanten! Die friedlichen Giganten können bis zu 90 Jahre alt werden.
Ihrer Masse zum Trotz sind sie aber erstaunliche Luftakrobaten: Buckelwale sind für ihre spektakulären Sprünge bekannt, bei denen sie sich mit ihrem massiven Körper komplett aus dem Wasser katapultieren. Das beeindruckende Schauspiel dient vermutlich der Kommunikation, der Abwehr von Parasiten oder einfach dem Spiel.
4. Was frisst ein Buckelwal?
Buckelwale fressen je nach Lebensraum Unterschiedliches: Auf der Nordhalbkugel bevorzugen sie Fisch, während sie auf der Südhalbkugel vor allem Krill verzehren. Statt Zähnen besitzen sie 270 bis 400 Barten, durch die sie Wassermassen pressen, um die Nahrung herauszufiltern. Die Barten erinnern an die Borsten einer Zahnbürste.
Wie die Buckelwale die Schwärme im Ozean ausfindig machen, ist noch unerforscht. Während Delfine oder Pottwale mit Echo-Ortung Nahrung aufspüren, kennt man die Strategien zur Nahrungssuche bei Bartenwalen noch nicht.
Buckelwale gehören zu den wenigen Tierarten, die Werkzeuge selbst herstellen. Dabei nutzen sie nicht etwa ihre Flossen, sondern ihre Blaslöcher, die sich auf dem Kopf befinden. Wenn sie einen Schwarm aus Krebsen, Fischen oder Aalen geortet haben, schwimmen sie darunter und erzeugen mit dem Blasloch ein spiralförmiges Netz aus Luftblasen, das emporsteigt. Für den eingekesselten Schwarm heißt es dann: kein Entkommen!
Je nach Beuteart variiert die Größe der Blasen. Die Herstellung dieser Blasennetze erfordert ein ausgeklügeltes, zielgerichtetes Verhalten und zeugt von der hohen Intelligenz der Wale.
Auch das schnelle Schwimmen mit offenem Maul durch Fischschwärme und das Betäuben der Beute mit Schwanzschlägen gehören zu ihren Methoden.
5. Buckelwale: gesellige Kosmopoliten der Ozeane
Buckelwale sind echte Langstreckenreisende. Sie legen auf ihren jährlichen Wanderungen zwischen den Futter- und Brutgebieten enorme Distanzen zurück. Die meisten Gruppen wechseln jährlich zwischen warmen, tropischen Paarungsgebieten, wo auch die Aufzucht der Jungen stattfindet, zu kalten Nahrungsgebieten für die Nahrungsaufnahme. Diese Reisen sind eine erstaunliche Leistung, vor allem weil die Wale während der Wanderung nichts fressen und nur von ihren Fettreserven zehren.
Buckelwale pflegen ein komplexes Sozialverhalten. Besonders während der Jagd arbeiten sie oft zusammen, um Schwärme von Fischen oder Krill zu fangen. Sie verteidigen einander sogar gegen Räuber und zeigen soziale Flexibilität, indem sie während ihrer Wanderungen verschiedenen Gruppen beitreten.
6. Premiere: Buckelwale bei der Paarung gefilmt
Im Jahr 2024 wurde der Geschlechtsakt von Buckelwalen erstmals per Video dokumentiert – und er brachte eine Überraschung. Zwei männliche Wale wurden beim Sex beobachtet, was darauf hindeutet, dass gleichgeschlechtliches sexuelles Verhalten auch bei diesen Riesen vorkommt. Dieses Verhalten könnte der sozialen Bindung dienen oder eine Machtdemonstration sein.
In der Regel leben Buckelwale polygam, sie wechseln also ihre Partner. Nach der erfolgreichen Paarung trägt das Weibchen zwölf Monate lang das Jungtier aus, bis es auf die Welt kommt. Die Aufzucht der vier Meter langen Jungen beginnt in warmen, geschützten Brutgebieten nahe dem Äquator.
Die Wahl dieser tropischen Gewässer ist strategisch: Sie bieten den neugeborenen Walen Sicherheit vor natürlichen Feinden und rauen Bedingungen. Die Kälber trinken täglich Hunderte Liter fettreiche Muttermilch, die ihnen hilft, schnell zu wachsen und die langen Wanderungen in kühlere Gewässer zu überstehen.
Die enge Bindung zwischen Mutter und Kalb bleibt über mehrere Monate bestehen, in denen die Mutter das Kalb beschützt, füttert und ihm die notwendigen Fertigkeiten fürs Überleben beibringt.
7. Warum heißt der Buckelwal eigentlich so?
Der Buckelwal verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er beim Abtauchen einen ausgeprägten Buckel formt.
Sein wissenschaftlicher Name Megaptera novaeangliae hingegen lässt sich sinngemäß als „der mit den großen Flügeln aus Neuengland“ übersetzen, was auf seine riesigen Brustflossen hinweist, die fast ein Drittel seiner Körperlänge ausmachen. Die großen Flipper helfen den Walen zu navigieren, bei der Jagd zu beschleunigen und die Jungen vor Feinden abzuschirmen. Einen wirksamen Schutzschild brauchen derzeit auch dringend die nahen Verwandten der Buckelwale – die Finnwale!
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