Capybaras: Mehr als nur „süß“
8 erstaunliche Fakten
Capybaras begeistern Millionen Menschen mit ihrer Gelassenheit und ihrem freundlichen Wesen. Doch die größten Nagetiere der Welt sind weit mehr als Internetstars. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Wald- und Feuchtgebiete Südamerikas. Ihre Lebensräume geraten immer stärker unter Druck. Gemeinsam kämpfen wir gegen die Zerstörung der Heimat der Capybaras. Helfen Sie mit!
1. Das größte Nagetier der Welt
Capybaras sehen aus wie übergroße Meerschweinchen – und tatsächlich sind sie mit ihnen verwandt. Mit einer Körperlänge von bis zu 1,30 Metern und einem Gewicht von bis zu 80 Kilogramm sind Capybaras die größten Nagetiere der Welt.
Die friedlichen Pflanzenfresser verbringen den Großteil ihres Tages mit Grasen, Ruhen oder Baden.
2. Ein Leben zwischen Land und Wasser
Der Lebensraum der Capybaras liegt immer in der Nähe von Wasser. Sie bewohnen Flüsse, Seen, Sümpfe und Überschwemmungsgebiete in Südamerika – vom Gran Chaco bis ins Pantanal.
Ihre Augen, Ohren und Nasenlöcher sitzen weit oben am Kopf. Dadurch können sie fast vollständig unter Wasser bleiben und trotzdem ihre Umgebung beobachten. Bei Gefahr tauchen Capybaras blitzschnell ab und bleiben mehrere Minuten unter Wasser.
Bei einer aktuellen Bedrohung hilft Abtauchen aber leider nicht: Gelegte Brände zerstören die Wälder des Gran Chaco, der Heimat der Capybaras in Argentinien. Wir brauchen jetzt jede Stimme, um die Abholzung zu stoppen, damit Capybaras im Gran Chaco eine Zukunft haben.
Genug abgefackelt: Rettet den Gran Chaco!
Einzigartige Tiere verlieren ihre Heimat, weil Brandstifter Südamerikas zweitgrößten Wald zerstören. Jetzt unterschreiben!
Petition unterzeichnen3. Entspannung ist ihre Superkraft
Kaum ein anderes Wildtier strahlt so viel Ruhe aus wie ein Capybara. Ob mit Vögeln auf dem Rücken, ruhend neben Schildkröten oder gechillt auf einem Krokodil – Capybaras scheinen mit fast jedem Tier auszukommen.
Ihr ruhiges Verhalten hat sie weltweit zum Symbol für Gelassenheit gemacht. Tatsächlich profitieren viele Tierarten davon, wenn sie sich in der Nähe der friedlichen Nagetiere aufhalten. Vögel picken etwa Parasiten aus ihrem Fell und finden so Nahrung auf dem Rücken der Nagetiere.
4. Familie steht an erster Stelle
Capybaras leben selten allein. Meist bilden sie Familiengruppen aus zehn bis zwanzig Tieren, in besonders geeigneten Lebensräumen können sich sogar über 100 Tiere zusammenschließen.
Die Gruppen bestehen aus mehreren Weibchen, ihren Jungtieren und einem dominanten Männchen. Gemeinsam suchen sie Nahrung, warnen einander vor Feinden und kümmern sich um den Nachwuchs.
5. Capybara-Babys können sofort laufen
Ein Capybara-Baby kommt bereits erstaunlich selbstständig zur Welt. Kurz nach der Geburt kann es laufen, schwimmen und seiner Mutter folgen.
Schon nach wenigen Tagen beginnt der Nachwuchs, Gräser zu fressen, wird aber mehrere Monate lang zusätzlich gesäugt. Häufig kümmern sich auch andere Weibchen der Gruppe um die Jungtiere – ein Verhalten, das unter Säugetieren eher selten vorkommt.
6. Perfekt an das Wasser angepasst
Obwohl Capybaras Nagetiere sind, fühlen sie sich im Wasser fast genauso wohl wie an Land.
Zwischen ihren Zehen befinden sich Schwimmhäute, die sie zu hervorragenden Schwimmern machen. Selbst ihre Geburt findet häufig in der Nähe von Gewässern statt. Bei hohen Temperaturen verbringen Capybaras viele Stunden im Wasser und schützen sich so vor Überhitzung.
7. Fleißige Gärtner der Feuchtgebiete
Capybaras ernähren sich überwiegend von Gräsern und Wasserpflanzen. Beim Grasen halten sie die Vegetation kurz und schaffen Lebensräume für zahlreiche Blühpflanzen und andere Kleintiere wie Insekten oder Amphibien.
Außerdem verbreiten sie Samen und tragen dazu bei, dass sich Pflanzen entlang von Flussufern und Feuchtgebieten ausbreiten können. Damit gehören sie neben den Tapiren zu den Landschaftsgestaltern ihrer Heimat.
8. Die un-natürlichen Feinde
In einigen Regionen werden Capybaras wegen ihres Fleisches oder ihrer Haut gejagt. Gleichzeitig kommt es auf Straßen, die durch ihre Lebensräume führen, immer häufiger zu tödlichen Unfällen. Auch Wasserverschmutzung und die Zerstörung natürlicher Uferbereiche setzen den friedlichen Tieren zunehmend zu.
Besonders das Waldgebiet des Gran Chaco leidet unter gelegten Bränden für die Viehwirtschaft. Dadurch verlieren Capybaras wichtige Rückzugsorte. Um die Zerstörung des wertvollen Waldes zu stoppen, fordern wir vor Ort härtere Strafen für die illegalen Brandstifter. Zusätzlich muss ein starkes EU-Waldschutzgesetz den Import von Fleisch und Gen-Soja aus gerodeten Gebieten des Gran Chaco unterbinden.
Bitte helfen Sie mit, die Capybaras zu schützen: Unterschreiben Sie unsere Petition zur Rettung des Gran Chaco und seiner Tiere!
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Petition unterzeichnenFAQ - Häufig gestellte Fragen zu Capybaras
Das Capybara ist das größte Nagetier der Welt. Es lebt in Südamerika und bewohnt Flüsse, Sümpfe, Seen und andere Feuchtgebiete.
Capybaras kommen in fast ganz Südamerika östlich der Anden vor. Besonders häufig leben sie im Amazonasgebiet, Gran Chaco, Pantanal sowie entlang großer Flüsse und Seen.
Nein. Capybaras sind friedliche Pflanzenfresser und meiden Konflikte. Gegenüber Menschen verhalten sie sich in der Regel ruhig und zurückhaltend.
Ja. Capybaras sind ausgezeichnete Schwimmer. Dank ihrer Schwimmhäute und ihrer hochsitzenden Augen, Ohren und Nasenlöcher sind sie perfekt an ein Leben im Wasser angepasst.
Capybaras ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Wasserpflanzen, Blättern und Rinde. Als reine Pflanzenfresser verbringen sie viele Stunden täglich mit der Nahrungssuche.
Capybaras halten Feuchtgebiete offen, weil sie dort grasen, verbreiten Samen und sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette. Gesunde Capybara-Bestände tragen dazu bei, dass Flusslandschaften und Sümpfe ihre hohe Artenvielfalt bewahren.