Ist Teflon giftig?
Die Wahrheit über giftige PFAS
Teflonbeschichtungen gibt es auf Pfannen, Töpfen, Back- oder Auflaufformen. Im Alltag ist die wasserabweisende Chemikalie in der Küche nicht akut giftig – doch sie ist Teil eines viel größeren Problems.
Teflon™ besteht aus dem Kunststoff PTFE und gehört zur Gruppe der giftigen PFAS, der sogenannten Ewigkeitschemikalien. Diese wasser- und fettabweisenden Chemikalien sind neben Küchenutensilien auch in Outdoorjacken und Kosmetika enthalten. Sie sind extrem langlebig, reichern sich in der Umwelt an und gelangen über das Trinkwasser und die Lebensmittel in unseren Körper. Dort sammeln sie sich weiter an. Die Folgen können schwere Krankheiten sein. Deshalb kämpfen wir für ein Verbot aller PFAS-Gifte in Österreich und der gesamten EU!
Ist eine beschichtete Pfanne giftig? Das passiert beim Kochen
Ob eine Teflonbeschichtung giftig wird, hängt vor allem von der Temperatur ab. Ab etwa 360 Grad Celsius beginnt PTFE sich zu zersetzen und setzt giftige Gase frei, die wir einatmen. Deshalb gilt: Pfannen niemals leer erhitzen und nicht zum Rösten von Nüssen oder Kernen verwenden. Beim normalen Kochen entstehen keine giftigen Gase. Öl raucht schon ab etwa 200 Grad, lange bevor Temperaturen über 300 Grad erreicht werden.
Auch wenn wir bei zerkratzten Teflonpfannen die Partikel aufnehmen, werden diese unverdaut wieder ausgeschieden. Die ernste Gefahr liegt woanders.
Teflonbeschichtung: giftig auf den zweiten Blick
Das größte Risiko entsteht nicht beim Kochen, sondern vor und nach der Nutzung. Bei der Herstellung von PTFE werden hochgiftige PFAS eingesetzt. Diese Stoffe …
- sind extrem langlebig.
- können sich in Umwelt und Körper ansammeln.
- schädigen teilweise das Hormon- und Immunsystem.
- stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen.
Auch bei der Entsorgung (oft Verbrennung) von Teflonpfannen besteht die Gefahr, dass giftige PFAS in die Umwelt gelangen, wo sie sich weiter anreichern und in den Nahrungskreislauf geraten können.
Produktionsstandorte weltweit sind mit giftigen PFAS verseucht. Böden, Trinkwasser und ganze Regionen sind langfristig kontaminiert – Schäden, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Damit sich die Gifte nicht noch weiter anreichern und die Gesundheit von uns Menschen und Tieren gefährden, braucht es einen strengen Herstellungsstopp aller PFAS-Gifte. Hier geht’s zur Petition gegen die giftige Welle an Ewigkeitschemikalien!
Pfanne ohne Teflon: Diese Alternativen gibt es
Wer die Umwelt und das eigene Wohl schützen und PFAS in der Küche vermeiden will, kann beim Kauf der nächsten Pfanne zu Alternativen greifen:
- Gusseisen- oder Schmiedeeisenpfannen – ideal für scharfes Anbraten
- Edelstahlpfannen – gut für Saucen und Gemüse
- Keramikbeschichtete Pfannen
Diese Alternativen sind langlebiger und deutlich umweltfreundlicher. Ausgediente Teflon-Pfannen entsorgen Sie am besten in der Metallsammlung oder im Altstoffsammelzentrum im Wertstoffhof.
Ist eine Teflon-Jacke giftig? PFAS-Gifte im Kleiderschrank
Teflon oder andere PFAS Gifte stecken nicht nur in Pfannen. Viele Outdoor- und Regenjacken sind mit ihnen behandelt, damit sie wasserabweisend sind. Wir haben auch Jacken von SHEIN auf PFAS getestet – alle waren mit PFAS-Giften belastet. Genauso wie 9 von 11 von uns getestete Jacken von C&A. Beim Waschen lösen sich die Chemikalien aus den Textilien, gelangen ins Abwasser und von dort in Flüsse, Böden und Fische. Die erschreckende Folge: PFAS finden sich heute im Blut fast aller Menschen – sogar bei ungeborenen Babys.
Schluss mit PFAS – überall!
PFAS sind ein weltweites Umweltproblem. Verbote einzelner Stoffe reichen nicht aus, die Gruppe der PFAS umfasst zehntausende Chemikalien – Hersteller greifen einfach zur nächsten tickenden Zeitbombe. Deshalb fordern wir ein umfassendes Verbot aller PFAS. Österreich muss jetzt handeln – national und auf EU-Ebene.
Stoppen wir die Giftwelle: Für ein Leben frei von Ewigkeitschemikalien.
Bitte unterzeichnen Sie die Petition.
Jetzt Petition unterzeichnen!
Gefährliche Gifte in Pfannen, Jacken und Kosmetik bedrohen die Natur und unsere Gesundheit. Jetzt Petition unterschreiben und die Giftwelle stoppen!
Petition unterzeichnenFAQ – Häufige Fragen zu Teflon und PFAS
Nicht akut bei richtiger Nutzung. Problematisch ist die Überhitzung von teflonbeschichteten Pfannen. Die große Umweltkatastrophe offenbart sich aber in der Herstellung und bei unsachgerechter Entsorgung, wenn giftige Ewigkeitschemikalien in die Umwelt eindringen können und wir sie über das Wasser und Lebensmittel aufnehmen. Fruchtbarkeitsprobleme oder Krankheiten wie Krebs können die Folge sein.
Verschluckte PTFE-Partikel gelten als nicht akut gesundheitsschädlich. Es handelt sich aber um fluorhaltige Plastikpartikelchen, die also sowohl zum Mikroplastik-Problem als auch zu PFAS in Natur, Wasser und Böden beitragen können. Wenn sich die giftigen Partikel weiter zersetzen, können sie PFAS freigeben, die die PFAS-Belastung in der Umwelt weiter erhöhen. Außerdem können sie in den natürlichen Kreislauf geraten und die Gesundheit von Tieren und Menschen gefährden. Krankheiten können die Folge sein!
Für hohe Temperaturen eignet sich eine Pfanne aus Gusseisen besonders gut. Für den vielseitigen Einsatz in der Alltagsküche sind Pfannen aus Gusseisen und Keramik eine langlebige und robuste Wahl.