Mantarochen: 7 verblüffende Fakten
Mantarochen ziehen uns mit ihren anmutigen Unterwassertänzen in ihren Bann und stecken voller Geheimnisse. Als Hüter der Ozeane spielen sie eine Schlüsselrolle für gesunde Meere. Doch die sanften Giganten sind akut bedroht und stehen bereits auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.
Im artenreichen Meer von Raja Ampat, einer Inselgruppe vor Papua in Indonesien, befindet sich einer ihrer letzten sicheren Rückzugsorte. Doch dieser unberührte Lebensraum ist durch den geplanten Nickel-Abbau in Gefahr. Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition, um das Meeresparadies und seine Tiere zu schützen!
1. Mantarochen: Größe, Arten und die große Familienzusammenführung
Riesenmantas können eine Spannweite von bis zu neun Metern erlangen und bis zu drei Tonnen wiegen! Damit sind sie die größten Mantas.
Früher dachte man, dass Mantas – bestehend aus den standorttreuen Riffmantas und den wandernden Riesenmantas – eine eigene Familie bilden. Doch 2017 konnten Biolog:innen feststellen, dass sie in Wahrheit eng mit den Teufelsrochen verwandt sind.
Seitdem werden Mantas offiziell zu den Teufelsrochen gezählt. Diese Gruppe umfasst heute insgesamt 10 Arten – darunter den Riesenmanta, den Riffmanta sowie den Mittelmeer- und den Atlantischen Teufelsrochen.
2. Mantarochen-Babys: Die spektakuläre Geburt
Schon im Mutterleib beginnt ein biologisches Wunder: Der Baby-Manta schlüpft direkt im Uterus aus dem Ei, wo sich der Embryo statt über eine Plazenta mit nährstoffreicher Uterusmilch ernährt und aktiv Fruchtwasser durch seine Kiemen pumpt, um zu atmen.
Nach 13 Monaten Tragzeit folgt der Moment der Geburt: Damit das Jungtier mit seiner Spannweite von bis zu zwei Metern durch den Geburtskanal passt, rollt es seine riesigen Brustflossen eng um den Körper, wie ein Burrito. Kaum im Wasser, entrollt sich der 70-Kilo-Mini-Riese und lebt von der ersten Sekunde an völlig selbständig.
Weil Mantarochen nur alle ein bis drei Jahre ein einziges Jungtier gebären, erholen sich ihre Bestände sehr langsam. Deshalb sind strenge Schutzgebiete nötig, um ihr Überleben langfristig zu sichern.
3. Sind Mantarochen gefährlich?
Aufgrund ihrer imposanten Erscheinung fragen sich viele Menschen, ob Mantarochen gefährlich sind. Die kurze Antwort lautet: Nein.
Im Gegensatz zu manchen bodenlebenden Stachelrochen besitzen Mantas keinen Giftstachel. Sie sind durch und durch friedliche Zeitgenossen und filtern hauptsächlich Plankton, Krill sowie kleine Fische aus dem Meer.
Tatsächlich sind sie selbst bedroht. Viele enden als Beifang in den Fangnetzen der industriellen Fischerei. Auch im letzten Naturparadies in Raja Ampat vor Papua in Indonesien müssen wir um Mantarochen bangen, weil die giftigen Sedimente des geplanten Bergbaus das türkisblaue Wasser trüben und verschmutzen würden. Gemeinsam kämpfen wir für ein Verbot des Nickelabbaus. Bitte helfen Sie und unterschreiben Sie die Petition gegen die Zerstörung eines der letzten Meeresparadiese auf der Welt.
Letztes Naturparadies in Gefahr: Rettet Raja Ampat!
Wilde Inselwälder und das artenreichste Meer der Welt sollen dem Nickel-Raubbau geopfert werden.
Petition unterzeichnen4. Größtes Gehirn unter den Knorpelfischen
Mantarochen sind ähnlich intelligent wie Delfine oder Elefanten. Sie sind in der Lage, voneinander zu lernen und komplexe Aufgaben zu lösen.
Studien legen sogar nahe, dass Riesenmantas den Spiegeltest bestehen, der besagt: Tiere, die sich im Spiegelbild erkennen, verfügen über ein Ich-Bewusstsein.
Darüber hinaus beweisen sie soziales Interesse, indem sie Artgenossen wiedererkennen, feste Gruppen bilden und neugierig auf Menschen reagieren. Auch ihr innerer Kompass ist beachtlich: Mantas erstellen mentale Landkarten, um über hunderte bis tausende Kilometer durch die Ozeane zu navigieren.
5. Schwarze Rochen: Die extravaganten Schönheiten
Eine besondere Faszinationskraft geht von den sogenannten „Schwarzen Mantas“ aus. Bei diesen Tieren sorgt Melanismus für eine fast tiefschwarze Färbung auf der Ober- und Unterseite. In Regionen wie Raja Ampat gibt es eine ungewöhnlich hohe Dichte dieser seltenen Farbvariante.
6. Wellnesstag am Riff
Riffmantas verbringen viele Stunden an sogenannten Reinigungsstationen im Korallenriff. Dort schweben sie fast regungslos über einzelnen Korallen, während kleine Putzerfische Parasiten und abgestorbene Hautschuppen von ihren Körpern entfernen.
Nachdem sie selbst geputzt wurden, kümmern sie sich um das Filtern des Wassers.
Mantarochen ernähren sich fast ausschließlich von Zooplankton, Krill und Fischlarven. Mantas regulieren so das Plankton-Gleichgewicht und verteilen Nährstoffe zwischen den Strömungen.
7. Der un-natürliche Feind: Nickelabbau
Obwohl Indonesien 2014 das weltweit größte Schutzgebiet für Mantarochen eingerichtet hat, droht den Tieren neue Gefahr. Der Industrie-Hunger nach Nickel führt zu neuen Bergbaulizenzen auf den Inseln Raja Ampats. Bei Starkregen schwemmt es Sedimente ins Meer, die Korallen ersticken lassen und die Zugrouten der Riesenmantas kreuzen. Zusätzlich zerstören die Anker der Transportschiffe, die in Raja Ampat anlegen, um Rohstoffe abzutransportieren, jahrhundertealte Korallen für immer.
Es geht um die Zukunft der Mantarochen: Ihre letzten sicheren Zufluchtsstätten dürfen nicht geopfert werden! Bitte helfen Sie mit und unterschreiben Sie für die Rettung des Meeresparadieses.
Letztes Naturparadies in Gefahr: Rettet Raja Ampat!
Wilde Inselwälder und das artenreichste Meer der Welt sollen dem Nickel-Raubbau geopfert werden.
Petition unterzeichnenFAQ - Häufig gestellte Fragen zu Rochen
Mantas tragen ihr Maul direkt an der Vorderseite des Kopfes. Bei kleineren Teufelsrochen liegt das Maul auf der Unterseite des Kopfes.
Riffmantas erreichen meist 4 bis 5 Meter Flügelspannweite, während der Riesenmanta bis zu 7 Meter breit werden kann, der absolute Rekord liegt bei 9 Metern.
Nein. Manta Rochen besitzen keinen Giftstachel und begegnen Menschen friedlich.
Unzählige Tiere sterben als Beifang in der industriellen Fischerei oder sie werden gezielt für ihre Kiemenplatten getötet. Im Meer von Raja Ampat sind sie durch den Nickelabbau bedroht, da die giftigen Sedimente ins Meer gelangen können und den Lebensraum verschmutzen.