PFC-frei
Worauf man bei Produkten achten sollte
PFC-frei bezeichnet Produkte, bei deren Herstellung keine per- und polyfluorierten Chemikalien eingesetzt werden. Früher als PFC bekannt, heute als PFAS bezeichnet, gelten diese Stoffe als besonders problematisch: Die Ewigkeitsgifte sind extrem langlebig und sammeln sich in der Natur, im Trinkwasser und sogar im menschlichen Körper an. PFAS-Gifte sind vor allem in Kosmetik, (Outdoor-)Kleidung und Küchenutensilien enthalten.
Deshalb fordert Greenpeace ein Verbot der Ewigkeitsgifte. Schließlich gibt es erprobte Alternativen zu den toxischen Chemikalien.
Was ist PFC? Definition, Abkürzung und Bedeutung
PFC ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Chemikalien. Heute wird überwiegend der Begriff PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) verwendet. Er bezeichnet dieselbe Stoffgruppe, ist jedoch wissenschaftlich präziser.
PFAS umfassen mehr als 10.000 verschiedene Chemikalien, die wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahlreichen Produkten eingesetzt werden.
Ein zentrales Merkmal dieser Stoffe ist ihre extreme Langlebigkeit. Und das ist auch ihr gefährlicher Nachteil: Sie bauen sich praktisch nicht ab und bleiben extrem lange Zeiträume in der Natur. Die giftigen Chemikalien sammeln sich weiter in den Böden und im Wasser an, bis wir diese über das Trinkwasser und die Nahrungskette aufnehmen – mit gefährlichen Folgen!
PFC, Umwelt und Trinkwasser
PFC wurde weltweit in der Natur und in Tieren nachgewiesen. Giftige PFAS sind auch in Österreich weit verbreitet. Sie wurden schon in Gewässern und Böden sowie in zahlreichen Tierarten dokumentiert – darunter Honigbienen, Fische, Vögel, aber auch Säugetiere wie Gämsen und Murmeltiere. Auch wir Menschen nehmen sie auf: Schon in der Muttermilch und in ungeborenen Babys wurden die giftigen Ewigkeitschemikalien gefunden!
Wie schadet PFC uns Menschen?
Einige der Stoffe stehen im Verdacht, Krebs auszulösen, das Hormon- und Immunsystem zu beeinträchtigen, Fortpflanzungsstörungen zu verursachen sowie Haut- und Augenallergien hervorzurufen. Einmal im Körper angekommen, sammeln sie sich an und werden immer gefährlicher.
PFC in Kleidung: Worauf man achten kann
In der Textilindustrie werden PFC/PFAS vor allem dort eingesetzt, wo Materialien wasserabweisend oder schmutzresistent sein sollten. Das betrifft insbesondere:
- Outdoor- und Regenjacken
- Funktionshosen
- Outdoor-Schuhe
- Imprägnierungen
Beim Waschen können sich diese Chemikalien lösen und über das Abwasser in Flüsse, Böden und das Grundwasser gelangen. Da Kläranlagen PFAS kaum herausfiltern können, tragen Textilien wesentlich zur Verseuchung der Umwelt bei. PFAS wurde aber auch schon im Menschen selbst nachgewiesen.
Wir haben Jacken von SHEIN getestet – alle waren mit PFAS-Giften belastet. So wie 9 von 11 C&A-Jacken. Dabei beweisen Outdoor-Marken wie Vaude, Patagonia oder Fjällräven, dass Produkte auch ohne toxische Ewigkeitschemikalien funktionieren.
Die Lösung: PFC-freie Outdoorbekleidung
PFC-freie Outdoorbekleidung kommt ohne giftige Chemikalien aus. Stattdessen werden alternative Technologien eingesetzt, etwa andere Beschichtungen oder spezielle Webtechniken.
Diese Produkte können weiterhin funktional sein, etwa Regen abhalten oder winddicht sein, verursachen jedoch deutlich geringere Umwelt- und Gesundheitsrisiken.
PFC-freie Jacken: Augen auf beim Jackenkauf
Bei PFC-freien Jacken, Hosen und Schuhen ist eine eindeutige Kennzeichnung entscheidend. Hinweise wie „PFC-frei“ oder „PFAS-frei“ zeigen an, dass keine giftigen Ewigkeitschemikalien verwendet wurden. Bezeichnungen wie „umweltfreundlich“ allein können irreführend sein. Aber Achtung: PFC-freie Produkte kommen zwar ohne schädliche PFAS aus, sie sind aber nicht automatisch nachhaltig. Welche Gütesiegel Ihnen eine gute Orientierung geben, erfahren Sie im Greenpeace Gütesiegel-Check.
Ein weiteres Problem: Häufig werden nur einzelne PFAS verboten. Diese werden dann durch chemisch ähnliche Stoffe ersetzt, deren Risiken noch kaum erforscht sind. Dadurch bleibt die Gesamtbelastung bestehen. Ein wirksamer Schutz von Umwelt und Gesundheit erfordert ein Verbot der gesamten PFAS-Stoffgruppe, nicht nur einzelner Substanzen!
Wir wollen keine Angst mehr vor der unsichtbaren Giftwelle haben: Bitte unterschreibe unsere Petition gegen giftige PFAS!
Jetzt Petition unterzeichnen!
Gefährliche Gifte in Pfannen, Jacken und Kosmetik bedrohen die Natur und unsere Gesundheit. Jetzt Petition unterschreiben und die Giftwelle stoppen!
Petition unterzeichnenFAQ – Häufige Fragen zu PFC
PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien) sind die alte Bezeichnung für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Sie werden künstlich hergestellt, sind extrem langlebig und werden deshalb auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt. Giftige PFAS bauen sich in der Umwelt nicht ab, reichern sich in Wasser, Böden, Tieren und im menschlichen Körper an und können Gesundheit und Umwelt dauerhaft schädigen.
Viele Produkte von Jack Wolfskin sind inzwischen PFC-frei. Das Unternehmen hat den Ausstieg aus giftigen PFAS-Chemikalien schrittweise umgesetzt. Ob ein bestimmtes Produkt PFC-frei ist, lässt sich der jeweiligen Produktbeschreibung entnehmen.
Patagonia arbeitet seit mehreren Jahren daran, PFAS aus der gesamten Lieferkette zu entfernen. Ein großer Teil des Sortiments ist bereits PFC-frei, bei einzelnen Anwendungen werden noch Alternativen entwickelt. Das Unternehmen informiert transparent über diesen Prozess.