Tapir: 6 Fakten über den Gärtner des Waldes
Tapire gehören zu den ältesten Säugetieren der Erde. Sie spielen eine Schlüsselrolle für einen gesunden Regenwald. Doch durch Brandrodung verschwindet ihr Lebensraum immer schneller. Die wundervollen Tiere kommen an ihr Limit. Bitte helfen Sie mit, die letzten Rückzugsorte für Tapire zu schützen!
1. Weder Schwein noch Ameisenbär – wer ist das ulkige Urzeittier wirklich?
Der Tapir sorgt für Verwirrung. Sein kräftiger Körper erinnert an ein Wildschwein, sein beweglicher Rüssel an einen Ameisenbären. Tatsächlich ist der Tapir jedoch mit keinem von beiden verwandt. Seine nächsten lebenden Verwandten sind Pferde und Nashörner. Gemeinsam gehören sie zur Ordnung der Unpaarhufer.
Die Familie der Tapire streift bereits seit über 30 Millionen Jahren durch die Wälder der Erde und hat sich seitdem kaum verändert. Deshalb gelten sie als lebende Fossilien – eine Tiergruppe, die selbst Eiszeiten überstanden hat.
2. Vier Tapir-Arten leben auf zwei Kontinenten
Von den insgesamt 30 Tapir-Arten, die man im Laufe der Erdgeschichte bestimmen konnte, leben heute weltweit nur noch vier. Drei von ihnen sind in Mittel- und Südamerika beheimatet: der Flachlandtapir, der Bergtapir und der Mittelamerikanische Tapir. Der Schabrackentapir ist die einzige Art Asiens und lebt in den tropischen Regenwäldern Südostasiens.
Obwohl sie Tausende Kilometer voneinander trennen, verbindet alle Tapire dasselbe Schicksal: Ihr Lebensraum schrumpft rasant. Abholzung, Straßenbau, Palmölplantagen, Bergbau und industrielle Landwirtschaft zerschneiden die Wälder immer weiter und trennen die Tiere untereinander. Nur wenn wir Wälder schützen, können auch Tapire überleben.
Bitte unterschreiben Sie die Petition zur Rettung des Gran Chaco – eines der letzten Naturräume, die einzigartigen Tieren wie Tapiren und Jaguaren ein Zuhause bieten:
Genug abgefackelt: Rettet den Gran Chaco!
Einzigartige Tiere verlieren ihre Heimat, weil Brandstifter Südamerikas zweitgrößten Wald zerstören. Jetzt unterschreiben!
Petition unterzeichnen3. Der Tapir-Fuß ist perfekt für den Wald
Wer sich den Tapir-Fuß genauer ansieht, erkennt sofort, wie gut dieses Tier an Wälder angepasst ist. Die Vorderfüße besitzen vier Zehen, die Hinterfüße drei. Die breiten Hufe verteilen das Gewicht des bis zu 320 Kilogramm schweren Körpers auf weichem Waldboden.
So können Tapire mühelos Sümpfe, Flussufer, Trocken- und dichte Regenwälder durchqueren. Selbst steile Hänge oder schlammige Böden meistern sie erstaunlich sicher.
4. Baby-Tapire tragen ein Tarnmuster
Ein Baby-Tapir sieht völlig anders aus als seine Eltern. Sein braunes Fell ist mit weißen Streifen und Punkten bedeckt. Dieses Muster wirkt wie Sonnenflecken auf dem Waldboden und macht das Jungtier für Jaguare und andere Räuber nahezu unsichtbar.
Nach etwa sechs Monaten verschwindet die Tarnzeichnung langsam. Erst dann bekommt der junge Tapir sein typisches einfarbiges Fell.
5. Der Gärtner des Waldes
Tapire kümmern sich um den pflanzlichen Nachwuchs in subtropischen Wäldern und Regenwäldern. Jeden Tag fressen sie große Mengen Früchte und transportieren deren Samen oft über viele Kilometer durch den Wald.
Viele Pflanzen können erst erfolgreich keimen, nachdem ihre Samen den Verdauungstrakt der Tapire passiert haben. Wissenschaftler bezeichnen Tapire deshalb als Schlüsselart: Ohne sie würden zahlreiche Baumarten verschwinden und der Wald könnte sich deutlich schlechter erneuern.
6. Der Tapir-Lebensraum verschwindet
Wo Tapire durch die Wälder streifen, ist die Natur intakt. Noch. Denn genau dort schreitet die Zerstörung besonders schnell voran.
Für Rinderweiden und Futtermittelplantagen mit Soja werden in Argentinien jedes Jahr riesige Waldflächen – die Heimat der Tapire – abgefackelt. Forststraßen zerschneiden ehemals zusammenhängende Wälder in kleine Inseln, wodurch Tapire immer häufiger keine Partner mehr finden und Nachkommen fehlen. Obendrein werden Tapire in vielen Regionen gewildert.
Wir arbeiten mit allen Mitteln daran, dass Tapire in Argentinien eine Zukunft haben. Bitte helfen Sie mit und unterzeichne die Petition gegen die brutale Zerstörung ihrer Heimat, des Gran-Chaco-Waldes:
Genug abgefackelt: Rettet den Gran Chaco!
Einzigartige Tiere verlieren ihre Heimat, weil Brandstifter Südamerikas zweitgrößten Wald zerstören. Jetzt unterschreiben!
Petition unterzeichnenFAQ - Häufig gestellte Fragen zu Tapir
Der Tapir lebt in tropischen Regenwäldern, Sümpfen und Flusslandschaften Mittel- und Südamerikas sowie Südostasiens. Sein Lebensraum umfasst unter anderem den Amazonas-Regenwald, den Gran-Chaco-Wald, das Pantanal und die Regenwälder Malaysias und Indonesiens.
Nein. Trotz seines kleinen Rüssels ist der Tapir nicht mit dem Ameisenbären verwandt. Seine nächsten lebenden Verwandten sind Pferde und Nashörner.
Der bewegliche Rüssel hilft dem Tapir beim Greifen von Blättern, Früchten und Zweigen. Außerdem dient er als empfindliches Riechorgan und ermöglicht es dem Tier, ähnlich wie ein Schnorchel, beim Schwimmen fast vollständig unter Wasser zu bleiben.
Je nach Art erreichen Tapire eine Körperlänge von bis zu 2,5 Metern und ein Gewicht zwischen 180 und 320 Kilogramm.
Die größte Bedrohung für Tapire ist die Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung, industrielle Landwirtschaft, Straßenbau und Bergbau. Hinzu kommen Wilderei und Verkehrsunfälle in zerschnittenen Waldgebieten.