Heimische Vögel in Österreich: Arten, Lebensraum & Schutz
Die Vogelwelt Österreichs ist unglaublich vielfältig: Von singenden Rotkehlchen im Garten über majestätische Greifvögel in den Alpen bis hin zu Zugvögeln, die jedes Jahr tausende Kilometer zurücklegen, ist alles dabei. Doch viele dieser heimischen Vögel sind mittlerweile bedroht und ihre Bestände dramatisch zurückgegangen. Schon die Hälfte der Feldvögel ist laut der Vogelschutzorganisation BirdLife verschwunden. Und auch das Gezwitscher in den Städten wird immer leiser.
Greenpeace setzt sich dafür ein, dass die Vögel in Österreich nicht verstummen, und fordert mehr Platz und Lebensraum für die Artenvielfalt. Damit Kiebitz, Spatz und Mauersegler auch in Zukunft kräftig zwitschern – helfen Sie mit: Unterzeichnen Sie unsere Petition zur Rettung der Vögel in Österreich!
Und wenn Sie mehr über die faszinierende Welt unserer heimischen Vogelarten erfahren möchten, lesen Sie weiter. Denn hier verraten wir Ihnen alles, was Sie schon immer über Österreichs Vögel wissen wollten: welche Arten es gibt, wo sie zu Hause sind und was Sie zu ihrem Schutz beitragen können.
Welche Vogelarten gibt es in Österreich?
In Österreich leben rund 450 unterschiedliche Vogelarten. Diese beeindruckende Vielfalt reicht von zarten Singvögeln bis zu majestätischen Greifvögeln und spiegelt die große Bandbreite der abwechslungsreichen österreichischen Landschaften wider – von alpinen Höhen über Wiesen bis hin zu Auwäldern. Zu den bekanntesten österreichischen Vogelarten zählen Buchfink, Kohlmeise, Rotkehlchen und Amsel.
Viele Vögel in Österreich sind Singvögel. Tatsächlich machen Singvögel fast die Hälfte aller Vogelarten aus. Besonders die Amsel ist für ihren klaren, melodiösen Gesang bekannt. Aber auch der Spatz gehört zu den Singvögeln, obwohl sich sein Tschilpen eher wie ein Plappern anhört. Nicht umsonst gibt es die Redewendung „schimpfen wie ein Rohrspatz“. Allerdings ist mit diesem Rohrspatz eine Rohrammer gemeint, die eigentlich gar kein Spatz ist, sondern – wie der Name schon verrät – zur Familie der Ammern gehört.
Vögel, die in einem bestimmten Gebiet brüten und ihre Jungen aufziehen, werden Brutvögel genannt. 235 der in Österreich heimischen Vögel sind laut BirdLife Brutvögel – darunter Amsel, Bachstelze, Bergfink, Blaumeise und Buntspecht.
Neben dem Brutstatus unterscheiden sich Vögel auch in ihrem Wanderverhalten: Stand- oder Jahresvögel sind Vogelarten, die das ganze Jahr am selben Ort verbringen. Im Gegensatz dazu ziehen Zugvögel nur durch oder suchen einen wärmeren Ort zum Überwintern auf. Diese Zugvögel sind wahre Ausdauersportler. Im Herbst ziehen viele Zugvogelarten über viele tausende Kilometer in den Süden und kehren erst im Frühling wieder zurück in ihre Heimat. Rauchschwalben und Mauersegler zum Beispiel fliegen bis nach Afrika südlich der Sahara, um dort zu überwintern. Der Kuckuck reist sogar Richtung Afrika südlich des Äquators. Zugvögel verbringen das Jahr also an verschiedenen Orten: dem Ort, an dem sie den Sommer verbringen, ihre Nester bauen und ihre Jungen aufziehen, sowie in ihrem Überwinterungsgebiet.
Zugvögel, die sehr lange Strecken zurücklegen, werden als Langstreckenzieher bezeichnet. Dazu zählen Störche, Schwalben und Kuckucke. Star, Lerche, Goldhähnchen und Rotkehlchen wiederum sind sogenannte Kurzstreckenzieher. Das Rotkehlchen ist sowieso ein besonderer Fall: In wärmeren Teilen Europas ist es ein Standvogel, Rotkehlchen aus dem Norden oder Osten Europas hingegen ziehen im Herbst in den Süden. Zu solchen Teilziehern gehören auch Buchfink, Mönchsgrasmücke und Stieglitz.
Als Folge des Klimawandels hat sich das Zugverhalten einiger Vogelarten in Mitteleuropa in den letzten Jahren verändert. Vor allem bei Kurzstreckenziehern wurde beobachtet, dass die Zugvögel im Frühjahr im Schnitt etwas früher zurückkommen und der Wegzug im Herbst oft etwas später stattfindet.
Natürlich gibt es auch viele Zugvögel, die nicht in Österreich heimisch sind und nur den Winter hier verbringen oder das Land auf der Reise in den Süden durchqueren. So verbringen zum Beispiel Saatkrähen aus Russland den Winter bei uns. Andere Wintergäste sind der Bergfink aus Nordeuropa und der Seidenschwanz aus Skandinavien oder Sibirien.
Vogelarten in Österreich im Porträt
Kohlmeise
Die Kohlmeise ist Österreichs häufigster Gartenvogel. Mit ihrem schwarzen Kopf, der gelben Brust und dem markanten Gesang ist sie leicht zu erkennen. Sie bleibt das ganze Jahr über hier und ist besonders im Winter an Futterstellen aktiv. Spannend: In Städten singen Kohlmeisen höher und schneller, um sich trotz des Straßenlärms verständigen zu können.
Spatz/Haussperling
Der graubraune Haussperling – kurz Spatz – ist einer der am häufigsten vorkommenden Singvögel. Er ist ausgesprochen lernfähig. Spatzen sind auch sehr gesellig und leben gern in der Nähe des Menschen. Sie finden in der Stadt aber kaum noch genug Nahrung und immer weniger Platz für ihre Staubbäder. Wir setzen uns für mehr Natur in Städten ein, damit sich die Spatzen wieder rundum wohlfühlen und ihre Bestände nicht weiter sinken.
Feldsperling
Der Feldsperling ist etwas kleiner als der Haussperling, aber genauso gesellig. Er ist am liebsten in großen Schwärmen unterwegs. Wenn es richtig kalt wird, kuschelt er sich mit seinen Artgenossen in Baumhöhlen oder im Nistkasten zusammen.
Amsel
Die Amsel gehört zur Familie der Drosseln und ist für ihren melodiösen Gesang bekannt. Die meisten Amselpärchen leben in der jeweiligen Brutsaison monogam.
Blaumeise
Die kleine Blaumeise ist ein richtiger Blickfang. Ihr blauer Scheitel und das gelbe Gefieder machen sie unverwechselbar. Blaumeisen gelten als sehr intelligent und es ist belegt, dass sie kreative Wege finden, um an Nahrung zu kommen – und dieses Wissen auch an ihre Artgenossinnen und Artgenossen weitergeben.
Buchfink
Der Name des Buchfinken leitet sich wahrscheinlich von seiner Vorliebe für Bucheckern ab. Das Männchen hat eine rostrote Brust und einen blaugrauen Kopf, während das Weibchen braun gemustert ist. Der Buchfink ist in Österreich weit verbreitet, doch die Bestände gehen zurück. Die Intensivierung der Landwirtschaft und das damit verbundene Insektensterben bedrohen vor allem die Küken, denen wichtiges Eiweiß fehlt.
Bergfink
Der Bergfink ähnelt dem Buchfink, lässt sich aber an seiner orangen Brust gut unterscheiden. Er ist nur im Winter in Österreich und verbringt den Sommer in Nordeuropa. In der Nacht rücken Bergfinken zum Schlafen dicht aneinander.
Stieglitz
Der Stieglitz oder Distelfink ist einer der farbenprächtigsten Vögel Österreichs. Vor allem die rote Gesichtsmaske und die gelben Flügelstreifen fallen sofort ins Auge. Er ernährt sich hauptsächlich von Samen. Seinen Namen verdankt er dem trillernden „stiglitt“-Ruf, den er meist mehrmals hintereinander ausstößt.
Rotkehlchen
Das Rotkehlchen ist mit seiner leuchtend orangen Brust und Kehle leicht zu erkennen. Sein Gesang ist sehr hoch und auch im Winter zu hören. Rotkehlchen leben als Einzelgänger mit ausgeprägtem Revierhalten.
Mauersegler
Mauersegler verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft – sie fressen, schlafen und paaren sich sogar im Flug. Nur zur Brutzeit und zur Aufzucht der Jungen landen sie. Als Langstreckenzieher sind sie nur im Sommer in Österreich und verbringen den Winter in Südafrika. Mit ihren kurzen Füßen können sie sich mühelos an senkrechten Wänden festklammern, doch zum Sitzen oder Gehen sind sie nicht gemacht.
Sowohl die grassierende Bodenversiegelung als auch der Einsatz von Pestiziden gefährden die Insektenvielfalt und dadurch die Futterquelle für Mauersegler. Sie finden kaum noch Nahrung und ihre Bestände schrumpfen. Ein Trend, gegen den wir entschlossen ankämpfen. Wir fordern mehr Lebensraum für Vögel.
Rauchschwalbe
Die Rauchschwalbe ist etwas größer als die Mehlschwalbe, hat eine rotbraune Stirn und einen längeren tief gegabelten Schwanz. Anders als Mehlschwalben nisten Rauchschwalben in geschützten Innenräumen wie Ställen oder Scheunen.
Mehlschwalbe
Die Mehlschwalbe hat einen weißen Bauch und eine blauschwarze Oberseite – mit Ausnahme des weißen Bürzels, der wie mit Mehl bestäubt aussieht und dem sie ihren Namen verdankt. Ihre Nester bauen Mehlschwalben aus Lehm an Hauswänden oder unter Dachvorsprüngen. Leider ist die Zahl der Mehlschwalben im Sinkflug – denn die Nistmöglichkeiten werden weniger und immer öfter bleiben die Schnäbel ihrer Küken leer, weil die Vögel in den Asphaltwüsten der Städte weniger Nahrung finden. Die Lösung: Wir brauchen wieder mehr urbane Naturräume, die Insekten und Vögeln ein Zuhause bieten.
Kuckuck
Sein Ruf ist unverwechselbar – das „Kuckuck“ schallt im Frühling durch Wälder und Wiesen. Im Volksglauben soll man beim ersten Kuckucksruf schnell die Geldbörse schütteln, damit das ganze Jahr über das Geld nicht ausgeht. Bekannt ist der Kuckuck außerdem für den sogenannten Brutparasitismus: Er legt seine Eier in die Nester anderer Singvögel, die dann ahnungslos die fremden Küken großziehen.
Weißstorch
Der Weißstorch ist ein Zugvogel mit schneeweißem Gefieder, schwarzen Schwungfedern und einem langen roten Schnabel. Da er zur Begrüßung und zur Abwehr von Feinden mit dem Schnabel klappert, wird er auch Klapperstorch genannt. Singen kann der Storch allerdings nicht.
Nachtigall
Die Nachtigall ist ein vergleichsweise unscheinbarer brauner Vogel, der jedoch durch seinen wohlklingenden Gesang hervorsticht. Kein anderer heimischer Vogel verfügt über solch ein umfangreiches Repertoire an Lauten wie die Nachtigall: Sie zwitschert, flötet, trillert und pfeift. Zu Gesicht bekommt man den scheuen Vogel sehr selten. Am liebsten versteckt er sich in dichtem Gebüsch.
5 spannende Fakten über Vögel in Österreich
Einige heimische Vögel überraschen mit erstaunlichen Fähigkeiten und cleveren Strategien. Hier sind fünf faszinierende Fakten über Österreichs gefiederte Bewohner:
1. Kleine Weltreisende
Zugvögel wie die Rauchschwalbe oder der Mauersegler legen auf ihrer Reise nach Afrika bis zu 10.000 Kilometer zurück. Sie verbringen bis zu 10 Monate in der Luft und schlafen sogar während des Flugs, indem sie eine Gehirnhälfte abschalten.
2. Navigationskünstler
Die Navigationsfähigkeiten von Zugvögeln sind ein wahres Wunder der Natur. Sie orientieren sich sowohl an Gebäuden und dem Sonnenstand als auch am Magnetfeld der Erde und an den Sternen, um in den Süden zu gelangen.
3. Federn mit Funktion
Das Gefieder wird regelmäßig während der Mauser erneuert, was die Vögel enorm viel Energie kostet. Trotzdem ist die Mauser überlebenswichtig: Indem alte, abgenutzte Federn nach und nach abgestoßen und durch neue ersetzt werden, bleiben Flugfähigkeit, Wärmeschutz und Isolation erhalten.
4. Aufgabenverteilung in der Familie
Bei Blaumeisen und Amseln übernimmt das Weibchen allein den Nestbau, während bei Krähen etwas häufiger die Männchen das Baumaterial heranschaffen. Rauch- und Mehlschwalben hingegen betreiben tendenziell eher Teamwork und bauen ihre Nester gemeinsam. Bei vielen Vogelarten brütet das Weibchen, während das Männchen Futter bringt. Haus- und Feldsperlinge teilen sich auch diese Aufgabe manchmal: Sie wechseln sich beim Brüten ab, während der andere auf Nahrungssuche geht.
5. Cool bleiben auf Vogelart
Vögel können nicht schwitzen, weil sie keine Schweißdrüsen haben. Um sich abzukühlen und die Körpertemperatur zu regulieren, hecheln sie (ähnlich wie Hunde), spreizen ihre Flügel oder nehmen ein Bad. Störche nutzen eine besonders ungewöhnliche, aber effektive Methode: Sie bespritzen ihre langen Beine mit Kot, der auf der Haut verdunstet und dadurch Verdunstungskälte erzeugt.
Lebensräume & Gefährdung österreichischer Vögel
Österreich bietet auf vergleichsweise engem Raum eine beeindruckende Vielfalt an Lebensräumen für Wildvögel. Diese Vielfalt macht das Land zu einem Paradies für Vögel – oder besser gesagt: machte. Denn viele dieser Lebensräume verschwinden nach und nach. Zersiedelung, industrielle Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden verändern die Landschaft tiefgreifend – mit fatalen Folgen für heimische Vogelarten. Deshalb setzt sich Greenpeace für die Renaturierung in Österreich ein, damit die Natur und ihre Bewohner:innen wieder Platz zum Leben finden. Auch im eigenen Garten können Sie Gutes für Vögel tun.
Ein großer Teil der Vögel in Österreich lebt in den Wäldern. Zu den heimischen Waldvögeln zählen Buchfink, Waldbaumläufer, Haubenmeise, Schwarzspecht und Waldkauz. Morsche Bäume und Totholz sind als Nistplätze und Nahrungsquelle unverzichtbar. Je vielfältiger und naturbelassener der Wald ist, desto besser. Leider stehen unsere Wälder unter Druck: Monokulturen, Kahlschläge und die zunehmende Trockenheit infolge des Klimawandels setzen ihnen zu. Wo Fichtenforste dominieren, verschwindet Vielfalt – und mit ihr die Stimmen der Waldvögel.
Weiter oben im Gebirge ist der seltene Steinadler zu Hause. Und auch der vormals ausgerottete Bartgeier ist zurückgekehrt. Aufmerksame Wanderinnen und Wanderer können außerdem die Alpendohle und das Alpenschneehuhn zu Gesicht bekommen. An der Waldgrenze wiederum leben Birkhuhn, Birkenzeisig und Ringdrossel.
Moorlandschaften, Schilfgürtel und Flussauen gehören zu den artenreichsten Regionen des Landes. Hier brüten Rohrammern, Teichrohrsänger, der vom Aussterben bedrohte Eisvogel und verschiedene Reiherarten. Auch heimische Wasservögel wie das Teichhuhn, die Stockenten oder der Haubentaucher nennen die Feuchtgebiete ihr Zuhause. Leider sind diese Landschaften auch von Verbauung und Versiegelung betroffen. Zur Energieerzeugung oder zum Hochwasserschutz werden Flüsse reguliert und verbaut. Moore werden trockengelegt, um sie für Land- und Forstwirtschaft nutzbar zu machen. Und das, obwohl sie nicht nur Vögeln, sondern auch uns Menschen dienen, indem sie Wasser speichern und CO₂ binden.
Kulturlandschaften wie Acker, Wiesen und Weiden beherbergen ebenfalls viele verschiedene Vogelarten. Der Bestand dieser Feld- und Wiesenvögel nimmt in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Arten besonders drastisch ab. Das liegt an der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und dem großflächigen Einsatz von Pestiziden, die auch nützliche Insekten töten, die den Vögeln als Nahrungsgrundlage dienen. Früher wurden landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Felder von Hecken, Baumreihen oder Gehölzstreifen unterbrochen, die Rebhuhn, Feldlerche und Braunkehlchen als Brutplätze dienten. Solche strukturreichen Landschaften werden immer seltener und so verringert sich der Lebensraum für viele Vogelarten. Vor allem heimische Bodenbrüter wie der Wachtelkönig, der Kiebitz und der seltene Brachvogel finden kaum noch sichere Nistplätze. In der dicht genutzten Agrarlandschaft werden Futterquellen immer weniger und die Nester der Vögel werden leicht von Mähdreschern und Traktoren zerstört.
Zwischen Häusern, Parks und Siedlungen haben sich viele Arten an das Leben mit uns Menschen angepasst. Hecken, Sträucher und Rasenflächen in Gärten bieten Vögeln Nahrung, Schutz und Nistplätze. Erfahren Sie in unserem Ratgeber 4 Tipps für einen tierfreundlichen Garten, wie Sie Vögel, Eichhörnchen, Igel & Co. dazu bringen, auch Ihren Garten zu besuchen. Typische Gartenvögel sind Gimpel, Blaumeise, Kohlmeise, Amsel, Grünfink und Zaunkönig. Einige dieser Arten stammen ursprünglich aus anderen Lebensräumen (so war die Amsel ein Waldbewohner), bevor sie sich als sogenannte „Kulturfolger“ den von uns Menschen geschaffenen Lebensräumen angepasst haben.
Ihr Vogelhaus im Garten bleibt leer? Erfahren Sie in unserem Vogelhaus-Ratgeber, wie Sie Ihren Garten vogelfreundlich gestalten und zwitschernde Gäste anlocken.
Auch in der Stadt begegnen uns neben Krähen, Tauben und Möwen heute Meisen, Spatzen, Amseln und Dohlen. Doch auch in urbanen Gebieten wird es für sie durch versiegelte Flächen, steril gestaltete Grünanlagen, Glasfassaden und den Rückgang von Insekten zunehmend schwieriger, Nahrung und sichere Brutplätze zu finden.
Durch die intensive Landwirtschaft, den Klimawandel und die Bodenversiegelung verlieren immer mehr Vogelarten ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage. Seit Ende der 1980er-Jahre sind in Mitteleuropa rund drei Viertel der Insekten verschwunden. Das bedeutet für viele Vögel den Hungertod. Wo früher Feldlerchen singend in den Himmel stiegen, Rebhühner durch die Wiesen raschelten und Schwalben über blühende Felder zogen, ist es mittlerweile still geworden.
Ein Drittel der Brutvögel in Österreich sind laut der Vogeschutzorganisation BirdLife gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Die leuchtend türkis-blaue Blauracke zum Beispiel ist nahezu verschwunden, Braunkehlchen, Kiebitz und Wiedehopf sind akut gefährdet. Bei Buchfink, Wendehals und Gartenrotschwanz wird ein starker Rückgang beobachtet. Und jedes Jahr steigt die Zahl gefährdeter Vögel in Österreich.
Vogelschutz: Für eine Zukunft, in der Vögel wieder singen
Die Vögel in Österreich dürfen nicht verstummen. Was es jetzt braucht, ist ein klarer Kurswechsel: artenreiche Lebensräume statt Beton in den Städten und Gemeinden sowie eine nachhaltige Landwirtschaft, die auf Vielfalt statt Monokulturen und gesunde Böden statt Umweltgifte setzt.
Machen wir gemeinsam Druck für eine Zukunft voller Zwitschern – unterschreiben Sie jetzt unsere Petition für mehr Natur und Platz für Vögel!
Hungrig und heimatlos: Rettet unsere Vögel!
Spatzen hungern, Kiebitz-Schnäbel bleiben leer – die Bestände vieler Vögel sind im Sinkflug! Jetzt Petition unterschreiben und das Zwitschern retten!
Petition unterzeichnenFAQ - Häufige Fragen zu heimischen Vögeln
Zu den bekanntesten Vögeln in Österreich zählen Amsel, Rotkehlchen und Buchfink. In Wäldern trifft man häufig Spechte und Kleiber, in Feuchtgebieten Reiher, Störche und Enten. In den Alpen leben außerdem Steinadler, Alpendohle und Schneesperling.
In Österreich konnte BirdLife aktuell rund 450 Vogelarten nachweisen, davon etwa 235 Brutvögel. Viele Arten sind mittlerweile jedoch gefährdet oder selten geworden.
Laut aktuellen Zählungen von BirdLife ist die Kohlmeise der häufigste Wintervogel Österreichs.
Viele Vogelarten sind Standvögel und überwintern hier. Dazu gehören Kohlmeise, Amsel, Spatz, Buntspecht und Eichelhäher.
Zu den typischen Zugvögeln zählen Schwalbe, Mauersegler, Kuckuck, Nachtigall und Storch. Sie verbringen die kalte Jahreszeit in Afrika oder Südeuropa, wo sie genug Insekten finden. Im Frühling kehren sie zu ihren Brutplätzen in Österreich zurück.
Hauptursachen sind die intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, der Verlust von Lebensräumen und der Rückgang von Insekten. Dadurch fehlt es vielen Arten an Nahrung, Nistplätzen und Rückzugsorten.