Der Marktcheck von Kartoffelchips
Ein Marktcheck im Juli 2025
Viele Chips-Hersteller werben mit Knabber-Spaß in geselliger Runde. Damit beim beliebtesten Snack in Österreich echte Freude aufkommt, bräuchte es allerdings ein wesentlich umweltfreundlicheres Angebot: Wie der Marktcheck zeigt, sind Bio-Chips in den Regalen vieler Märkte leider Fehlanzeige und wenn, muss man sie suchen.
Bio-Chips sind Mangelware
Beim Marktcheck hat Greenpeace Kartoffel-Chips in den Supermärkten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis lässt keine Partylaune aufkommen: Bei 155 unterschiedlichen Chips-Artikeln in den Regalen gibt es insgesamt nur sieben Kartoffel-Chips in Bio-Qualität.
- Alnatura Chips im Kessel gebacken, Rosmarin und Meersalz, 125 g
- Best Foodies Bio Bunte Kartoffel Chips, 70 g
- BioArt Bio Chips Meersalz, 100 g
- BioArt Bio Chips Paprika, 100 g
- Spar Natur Pur Bio-Chips Meersalz, 100 g
- Spar Natur Pur Bio-Chips Rosmarin, 100 g
- Spar free from Bio-Kartoffel-Chips mit Meersalz, 100 g
Chips mit Zutaten aus biologischer Landwirtschaft in den Supermarkt-Regalen muss man suchen: Bei Interspar gibt es drei Bio-Chips, bei Unimarkt sind es zwei, bei Billa Plus, Spar und MPreis ist jeweils nur ein Artikel erhältlich. Bei den Diskontern gibt es gar keine Chips in Bio-Qualität.
Alle Bio-Chips sind laut Zutatenlist auch rein pflanzlich und dadurch besonders klimaschonend hergestellt.
Wenig Infos über Chips-Zutaten
Woher die Kartoffeln stammen, hat Greenpeace basierend auf der Auskunft der Supermärkte erfahren: Etwa 33 Prozent stammen aus Österreich - darunter auch Kelly’s Chips -, 40 Prozent aus der EU und einige wenige auch aus der Schweiz und anderen europäischen Ländern. Bei einem Viertel der beim Marktcheck geprüften Chips ist nicht bekannt, aus welchen Ländern die Kartoffeln kommen.
Die Herkunft des Öls bleibt bei über 90 Prozent der geprüften Chips im Dunkeln: Mit einem Anteil von rund einem Drittel in den Chips ist es meist die zweithäufigste Zutat. Vorwiegend handelt es sich um Sonnenblumenöl und Rapsöl. Die häufigste Auskunft zur Herkunft an Greenpeace war “weltweit”. Für Konsument:innen gibt es hier gar keine Informationen. Greenpeace fordert von Herstellern und Handel mehr umweltschonend hergestellte Lebensmittel und mehr Transparenz bei den Zutaten.
Der Marktcheck von Kartoffel-Chips
Am besten bewertet Greenpeace das Sortiment bei Unimarkt mit zwei Bio-Chips, gefolgt von Interspar mit drei verschiedenen Bio-Artikeln im Regal. Beide bekommen beim Marktcheck ein “Befriedigend”, alle anderen Supermärkte nur ein “Genügend”.
Alle Infos im Detail nachzulesen sind beim Angebot der Supermärkte und den Kriterien der Bewertung. Mehr Infos rund um Chips in den österreichischen Supermärkten finden sich im Hintergrundpapier.
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Mit unseren Marktchecks zeigen wir auf, welche Produkte Konsument:innen in heimischen Supermärkten bedenkenlos kaufen können und wo noch Handlungsbedarf besteht. Bitte ermöglichen Sie es uns, noch viel weitere Checks durchzuführen und so das Angebot umweltfreundlicher Produkte zu verbessern!