Greenpeace: Klimaschutz-Index offenbart Österreichs verfehlte Klima-Politik
Österreich stürzt um zwölf Plätze auf Platz 35 ab – Umweltschutzorganisation fordert dringend Kurswechsel und Klimaschutz-Offensive von Klimaminister Totschnig
Wien/Belém – Im Rahmen der Klimakonferenz in Belém wurde heute der Internationale Klimaschutz-Index von Germanwatch, NewClimate Institute und CAN International veröffentlicht. Österreich stürzt dieses Jahr um zwölf Plätze von Platz 23 auf Platz 35 ab. Das neue Ranking offenbart die Folgen fehlgeleitete Klimapolitik. Greenpeace fordert von Klimaminister Norbert Totschnig einen dringenden Kurswechsel beim Klimaschutz, allen voran mit einem starken Klimagesetz und dem Ausstieg aus fossilen Energien.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace Österreich: „Der Absturz Österreichs im Klimaschutz-Ranking ist ein unüberhörbares Alarmsignal. Klimaminister Norbert Totschnig muss jetzt endlich das Ruder herumreißen und eine Klimaschutz-Offensive starten. Ein starkes Klimagesetz ist dafür die unverzichtbare Grundlage. Ebenso dringend braucht es einen klaren Ausstiegsplan aus fossiler Energie: Öl- und Gasförderungen müssen beendet, klimaschädliche Subventionen gestrichen und fossile Heizungen konsequent ersetzt werden.“
Österreich hat zwar Fortschritte bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen gemacht, doch die neue Bundesregierung steuert klimapolitisch in die falsche Richtung. Steigende Subventionen für fossile Energieträger schlagen sich negativ im Ranking nieder, so auch die Abschaffung des Klimabonus. Mit der Unterstützung gefährlicher, internationaler CO2-Zertifikate schwächte die Regierung zudem aktiv die EU-Klimaziele für 2040.
Den Klimaschutz-Index finden Sie am 18. November ab 13:30 Uhr unter: http://www.ccpi.org