Greenpeace und Radeln For Future: Hunderte radeln für ein Ende der fossilen Abhängigkeit
Demo für klimafreundliche Mobilität nach Rekord-Hitzewelle - Rad-Bonus für alle, sichere Radwege und hitzefitte Städte gefordert
Wien – Nach der längsten dokumentierten Hitzewelle setzten hunderte Menschen heute bei einer Fahrraddemonstration von Greenpeace, Radeln For Future und Parents For Future ein sichtbares Zeichen für klimafreundliche Mobilität und ein Ende der fossilen Abhängigkeit. Mit der Demonstration fordern die Organisationen von Verkehrsminister Peter Hanke einen Fördertopf für Fahrräder mit 500 Euro Zuschuss für jeden neuen Radkauf, die Wiedereinführung des Reparaturbonus für Fahrräder sowie den raschen Ausbau sicherer und beschatteter Radinfrastruktur.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich: „Die jüngste Rekord-Hitzewelle zeigt drastisch: Unsere Städte sind auf die Realität der Klimakrise nicht vorbereitet. Während sich versiegelte Asphaltflächen massiv aufheizen, fehlt es an kühlendem Grün, ausreichend Schatten und einer sicheren Infrastruktur für den Radverkehr. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger fossiler Abhängigkeit, von der vor allem Öl- und Gaskonzerne profitieren. Statt weiter Milliarden in klimaschädliche fossile Strukturen zu stecken, muss die Bundesregierung jetzt mutig in die Mobilitätswende investieren. Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, reduziert den Verbrauch von fossiler Energie, drosselt klimaschädliche Emissionen und befreit uns von fossilen Importen.“
Gerhard Allgäuer, Sprecher bei Radeln For Future: „Radfahren ist längst keine Nischenlösung mehr, sondern Teil des Alltags hunderttausender Menschen. Damit das auch in Zukunft funktioniert, müssen Städte endlich für die Mobilität von morgen gebaut werden. Sichere, breite und beschattete Radwege schützen nicht nur vor Unfällen, sondern auch vor extremer Hitze und erhöhen die Lebensqualität für alle. Klimafreundliche Mobilität darf kein Privileg sein, sondern muss für alle leistbar und sicher sein – egal ob acht oder achtzig Jahre alt. Deshalb braucht es jetzt einen Fahrrad-Fördertopf, den Reparaturbonus für Fahrräder und einen konsequenten Ausbau sicherer Radinfrastruktur.“
Die längste Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die Rekordhitze haben erneut deutlich gemacht, wie schlecht Österreich auf die Folgen der Klimakrise vorbereitet ist. Während sich versiegelte Asphaltflächen massiv aufheizen, fehlen vielerorts schattige und sichere Radwege. Gleichzeitig fließen weiterhin Milliarden in klimaschädliche Subventionen und fossile Betonprojekte wie den Lobautunnel, wohingegen Investitionen in den Radverkehr, den öffentlichen Verkehr und eine klimafitte Infrastruktur ausbleiben.
Bildmaterial: https://bit.ly/4vD3meR
Unter Angabe der Credits (im Dateinamen vermerkt) stehen die Bilder kostenlos zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.